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SOS-Kinderdörfer Freunde und Partner Prominente Freunde Henning Mankell

Henning Mankell  

Der schwedische Bestseller-Autor Henning Mankell unterstützt die SOS-Kinderdörfer mit einer Spende von 1,6 Millionen Euro. Damit ermöglicht er den Bau eines kompletten SOS-Kinderdorfs in seiner zweiten Heimat Mosambik. 150 Kinder in Not werden dort ein neues Zuhause finden.         


Henning Mankell auf dem Grundstück in Mosambik, wo das neue SOS-Kinderdorf entstehen soll - Foto: Björn LindgrenHenning Mankell auf dem Grundstück in Mosambik, wo das neue SOS-Kinderdorf entstehen soll - Foto: Björn Lindgren"Waisenkindern zu helfen ist kein Opfer, das ich bringe, sondern es ist ein Privileg für mich", sagt Henning Mankell. Die vergangenen 25 Jahre verbrachte er nahezu durchgehend in Maputo, der Hauptstadt von Mosambik. "Hier lebst du in nächster Nähe mit der Armut. Die Not ist extrem, die Menschen hungern". Die meisten Einwohner von Maputo leben in Elendsvierteln, sie haben keinen Strom und nicht genügend Wasser.

In Mosambik gibt es schätzungsweise 800.000 verwaiste und verlassene Kinder. "Ich kann nicht allen helfen. Aber das ist keine Entschuldigung dafür, niemandem zu helfen", erklärt Mankell. Deshalb beschlossen er und seine Frau Eva Bergmann, an die SOS-Kinderdörfer 1,6 Millionen Euro zu spenden. "Ich weiß, das ist viel Geld. Aber ich habe Arbeit, ich kann mir ein Haus leisten und habe genug Geld, um mich zu erhalten. Es macht mir Freude, zu geben."  

Bildung ist essentiell

Henning Mankell hat bereits eine Reihe von Hilfsorganisationen unterstützt. "Dass ich mich für SOS-Kinderdorf entschieden habe, liegt für mich auf der Hand. Der Hauptgrund ist, dass SOS-Kinderdorf nur Einheimische beschäftigt. Das ist für mich sehr wichtig. Und sie haben eine strenge Finanz- und Verwaltungskontrolle, da wird nicht verschwendet", erklärt Mankell die Motive hinter seiner Entscheidung.

 

Ein SOS-Kind mit seiner Kinderdorf-Mutter in Maputo - Foto: C. Mukuho Ein SOS-Kind mit seiner Kinderdorf-Mutter in Maputo - Foto: C. Mukuho Mankell hat sich vom SOS-Konzept vor Ort überzeugt. So besuchte er das Kinderdorf Maputo, in dem es auch eine Schule gibt. "Bildung ist essentiell. Hier in Maputo lebt ein Mädchen, ein Findelkind, das sein Jurastudium an der Universität beginnt. In ein paar Jahren arbeitet sie vielleicht als Anwältin für Kinderrechte. Sie kann Erfahrungen aufweisen, die sonst niemand hat. Sie wird die Möglichkeit haben, viel für die Kinder in Mosambik zu tun. Dieses Mädchen, das ohne SOS-Kinderdorf keine Aussicht auf eine Zukunft gehabt hätte. Die Kinder, die die Chance bekommen, werden mithelfen, die Gesellschaft aufzubauen", so Mankell.

Gespräche mit SOS-Müttern

Als Henning Mankell das Kinderdorf Maputo besuchte, hat er sich mit den dortigen SOS-Müttern unterhalten, die Schule besichtigt und die Bücherei. Und er hat glückliche Kinder getroffen, die eine neue Chance im Leben bekommen haben. "Es war großartig dort. Wenn man genug Geld hat, so wie ich, ist es leicht, großzügig zu sein. Manchmal überrascht es mich, wenn andere Leute, die viel Geld haben, nichts anderes tun als sich noch eine Villa an der Riviera zu kaufen. Wie viele Villen kann ein Mensch haben?"

 

"Habsucht ist ein großes Problem. Man soll doch das Geld für die Menschen einsetzen, die schwach sind. Ich finde es beschämend, dass es überhaupt notwendig ist, anderen Menschen zu helfen. Aber wenn ich die Welt betrachte, wie sie heute ist, empfinde ich es als Gnade, helfen zu können", so Mankell. "Es bräuchte tausende Kinderdörfer in Mosambik. Ich habe die Möglichkeit, eines zu bauen. Und das tue ich."

Ein Zuhause für 110 Kinder in Not

Mit seiner Spende ist nun ein komplettes SOS-Kinderdorf für rund 110 Kinder entstanden. Es steht in Chimoio, der Hauptstadt der Provinz Manica im Westen des Landes. Neben dem Kinderdorf gibt es dort einen SOS-Kindergarten, den auch die Kinder aus der Umgebung besuchen. Im Umkreis von Chimoio leben etwa 500.000 Menschen, die meisten davon in tiefer Armut. Einer der Gründe ist die enorme Verbreitung von HIV/AIDS. Tausende Kinder leben ohne Eltern, viele von ihnen auf der Straße. Junge Mädchen verkaufen ihre Körper am Straßenrand an die Fahrer, die vom Nachbarland Simbabwe kommen oder auf dem Weg dorthin sind.

Henning Mankell: Jeder kann etwas verändern!

Ein Mädchen im SOS-Sozialzentrum Tete - Foto: Stefan PlegerEin Mädchen im SOS-Sozialzentrum Tete - Foto: Stefan Pleger"Ich habe vor vielen Jahren in Chimoio gearbeitet. Es war eine der am schwersten vom Bürgerkrieg betroffenen Provinzen. Heute ist es der starke Zuzug aus Simbabwe, der das soziale und wirtschaftliche Gefüge überlastet. Es ist eine Provinz ohne Meerzugang, das heißt, keine touristischen Attraktionen und wenig Entwicklungspotential. Es freut mich besonders, Kindern in dieser Region helfen zu können", meint Mankell. Und abschließend: "Ich werde das Dorf regelmäßig besuchen und schauen, wie es den Kindern geht und welche Fortschritte sie machen. Ich möchte zeigen, dass jeder etwas verändern kann."  

Jetzt Pate werden!

Helfen Sie jetzt als SOS-Dorfpate und unterstützen Sie damit ein ganzes Kinderdorf und seine sozialen Einrichtungen für bedürftige Kinder!

 

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