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Statt Geschenken wünschte sich das Ehepaar Klose-Güssgen bei ihrer Hochzeit Spenden für die SOS-Schule Gandaki in Nepal.
Frisch verheiratet und sozial engagiert: Martina Klose-Güssgen und Wolfgang GüssgenMartina Klose-Güssgen und Wolfgang Güssgen erleben gerade eine sehr schöne und aufregende Zeit. Im Dezember haben die beiden standesamtlich geheiratet, im April feierten sie ihr Hochzeitfest und nun erwarten sie stündlich die Geburt ihres ersten Kindes. Obwohl sie in dieser Phase natürlich sehr mit sich selbst und dem Gestalten der eigenen Zukunft beschäftigt sind, nehmen sie sich doch die Zeit, an andere zu denken. Mit ihrer Hochzeitsfeier unterstützten sie SOS-Kinderdörfer und engagierten sich so für bessere Bildungschancen von Kindern in Nepal. Statt Geschenken für sich wünschten sich die beiden von ihren Gästen ein Geschenk für die SOS-Sekundarschule im nepalesischen Gandaki in Form einer Spende.
Klasse der SOS-Schule Gandaki in Nepal - Foto: Dominic SansoniZu Nepal haben die beiden eine besondere Beziehung. Vor gut zwei Jahren besuchten sie das Land und unternahmen unter anderem eine Trekkingtour in der herrlichen Natur. Aber sie lernten auch eine andere Seite von Nepal kennen. "Nicht selten müssen die Kinder dort arbeiten und können deshalb nicht zur Schule gehen", erzählt Wolfgang Güssgen. Während ihrer Reise besuchten er und seine Frau Martina auch ein SOS-Kinderdorf in Pokhara. "Es war schön zu sehen, dass es bei all den schwierigen Umstände vor Ort, doch eine gute Unterstützung für Kinder gibt", meint der 42-jährige Finanzmanager. Als das Paar später auf die Idee kam, seine Hochzeitsfeier mit einem guten Zweck zu verbinden, haben sie sich an ihre Reiseerlebnisse und den Besuch im Kinderdorf erinnert.
Ihren Wunsch, dass die Hochzeitsgäste auf Geschenke verzichten und stattdessen bitte für die SOS-Schule Gandaki spenden sollen, hatte das Ehepaar schon in seiner Einladung formuliert. Die Resonanz war enorm. Natürlich gab es zu den Spenden auch noch das ein oder andere persönliche Geschenk. Eines davon dürfen die beiden allerdings erst in sieben Jahren öffnen: Eine Truhe mit Karten, auf die ihre Freunde gute Wünsche geschrieben haben. Vorsorglich wurde die Kiste vor den Augen des Brautpaars zugenagelt. Auf den sicherlich bewegenden Moment, die Truhe zu öffnen, freuen sich die beiden jetzt schon.