Aktuelle Infos und Hintergründe über die SOS-Kinderdörfer.
Das Wohl des Kindes steht im Mittelpunkt unserer Arbeit.
Weltweit aktiv in 133 Ländern: SOS ist vor Ort!
Entdecken Sie, wie Sie Kindern in Not helfen können!
Gutes tun ist leicht, wenn viele helfen: Unsere Freunde & Partner.
Für Frühjahrs-Termine für die Unterrichtsbesuche wenden Sie sich bitte direkt an unsere Regionalbüros:
Wie bringen wir Kindern bei, dass Zusammenhalt, Freundschaft und Hilfsbereitschaft wichtig sind für das eigene Glück? Warum ist es ebenso wichtig, weltweit Verantwortungsgefühl zu entwickeln? Welche Rolle spielen die Erwachsenen dabei? Und wie können die Kleinsten, die Kinder, überhaupt etwas dazu beitragen? Wir haben mit Walter Anyanwu darüber gesprochen.
Walter Anyanwu unterrichtet "Globales Lernen" - Foto: Sibylle Baier "Ubuntu: I am because you are" - das ist die Botschaft von Walter Anyanwu aus Nigeria, die er den Grundschülern in Berlin vermitteln will. Anyanwu ist ausgebildeter Schauspieler und Politologe und arbeitet seit über zehn Jahren für die SOS-Kinderdörfer in Österreich.Ubuntu ist ein Wort aus der Zulu-Sprache und bedeutet achtsames Miteinander, Respekt und Menschenwürde. Und das kann man lernen.
Jede Schülerin, jeder Schüler erlebt Momente, in denen er entscheiden muss: Wie gehe ich mit Konflikten um? Was tue ich, um meine Ziele zu erreichen? Ich versuche in meinen Stunden eine Atmosphäre aufzubauen, in der Fremde Freunde werden können. Außerdem versuche ich Anregungen zu geben zur Stärkung von Eigenverantwortung, Lust auf Solidarität, Gemeinschaftsgefühl. Das sind Schlüsselqualifikationen für eine Globale Welt.
Ich spiele mit den Kindern und Jugendlichen. Beim Spielen lernt man am allermeisten. Man ist Teil des Geschehens. Zum Beispiel beginnen wir mit Alltagsbegriffen: ICH und WELT. Wir spannen ein Netz mit einem Wollfaden: Vom Ich in die ganze Welt hinaus. Jeder hat einen Teil des Fadens in der Hand, jeder ist mit dem anderen verbunden. So ein Spiel erklärt viel: Beziehung, Verwandtschaft, erklärt Gemeinschaft, Schule, Familie, Politik. Ich nehme mich persönlich auch oft als Beispiel. Ich erzähle aus meiner Kindheit und daran können wir interkulturell etwas lernen. So lernen wir auch etwas über unsere Kultur.
Sie sind sehr neugierig und offen, manchmal auch unsicher. Schön ist auch der Applaus, den ich bekomme und das Lächeln, das ist sehr, sehr schön. Und sie sagen Danke, das hat viel Spaß gemacht!