 Einzug im SOS-Kinderdorf |
Endlich war der Tag des Einzugs im SOS-Kinderdorf Meulaboh da: Die Kinder liefen lachend von Haus zu Haus und sahen sich mit leuchtenden Augen in ihren neuen Zimmern um. Die Mädchen und Jungen halfen beim Einzug mit und pflanzten ihre Lieblingspflanzen, die sie für ihr neues Zuhause ausgewählt hatten. Auch wo ihre Spielecken angelegt werden, durften die Kinder mitentscheiden.
 SOS-Kinder und Mütter bepflanzen ihr neues Zuhause. |
Ein Zuhause für 150 Kinder in Not
Das SOS-Kinderdorf Meulaboh besteht aus 15 Familienhäusern. In acht Häusern wohnen nun 52 Kinder mit zwölf SOS-Müttern. Die weiteren SOS-Familien werden jetzt nach und nach einziehen. Insgesamt werden im Kinderdorf 150 Mädchen und Jungen aufwachsen. Der SOS-Kindergarten hat 90 Plätze und steht auch Kindern aus der Nachbarschaft offen. Ein Familienstärkungsprogramm wird darüber hinaus 200 bedürftige Familien aus der Umgebung des Dorfs unterstützen.
 Eröffnungsfeier mit SOS-Präsident Helmut Kutin |
Alle drei Tsunami-Dörfer sind bewohnt
Fast drei Jahre ist es her, dass die Tsunami-Flut über die Menschen in Indonesien hereinbrach. Die meisten der SOS-Kinder, die jetzt in Meulaboh eingezogen sind, haben durch die Flut ihre Eltern und ihre Familien verloren. Nach der Katastrophe wurden sie in den Zelten der Nothilfe-Camps untergebracht, wo SOS-Mitarbeiter elternlose und traumatisierte Kinder versorgten und betreuten. Später wurden SOS-Familien gebildet, die Tsunami-Waisen aufnahmen, die keine Angehörige mehr haben. Zunächst wohnten die Kinder mit ihren SOS-Müttern in angemieteten Häusern. Von dort sind sie nun ins SOS-Kinderdorf umgezogen.
SOS-Krankenstation noch im Bau
Nach der Tsunami-Flut im Dezember 2004 starteten die SOS-Kinderdörfer das größte Hilfsprogramm ihrer Geschichte. Nach der akuten Soforthilfe lief die Wiederaufbauhilfe an. Allein in Indonesien errichteten die SOS-Kinderdörfer 515 Familienhäuser für Tsunami-Opfer. Auch wurden drei Gemeindezentren gebaut, in denen jeweils auch eine kleine Grundschule und ein Kindergarten untergebracht sind. Für Tsunami-Waisen entstanden in Banda Aceh, Medan und Meulaboh drei SOS-Kinderdörfer. Noch im Bau befindet sich derzeit eine SOS-Krankenstation in Suak Raya.