Das Erdbeben in Haiti hat unzählige Kinder und Familien obdachlos gemacht.Das Beben, das am 12.1. Haiti erschütterte, forderte 220.000 bis 300.000 Menschenleben. Die Hauptstadt Port-au-Prince liegt zu weiten Teilen in Trümmern, 1,5 Millionen wurden obdachlos. Die Überlebenden hausen in Zeltcamps und stehen vor dem Nichts.
Unter der Katastrophe leiden vor allem auch Kinder und Jugendliche, die rund 40 Prozent der Bevölkerung ausmachen. So hat sich durch das Beben die Zahl der Waisen mehr als verdoppelt: Nach jüngsten Schätzungen haben in Haiti insgesamt eine Million Kinder keine Eltern mehr oder wurden im Chaos von ihren Familien getrennt. Die Bildungsmisere hat sich zudem dramatisch verschärft - fast 90 Prozent der Schulen in Port-au-Prince sind zerstört.
SOS-Einrichtungen in Haiti sind Ausgangspunkt der Hilfsaktionen
Essensausgabe in einem SOS-Gemeindezentrum: In Zusammenarbeit mit Selbsthilfe-Guppen versorgt SOS Kinder und Familien mit Hilfsgütern.In den beiden haitianischen SOS-Kinderdörfern forderte das Beben keine Verletzten und es entstanden dort auch keine schweren Schäden.
Das Kinderdorf Santo bei Port-au-Prince und andere SOS-Einrichtungen konnten daher als Basis und Ausgangspunkt unserer Hilfsaktionen in den umliegenden Gemeinden dienen.
SOS-Mitarbeiter begannen unmittelbar nach der Katastrophe mit der Hilfe für obdachlose Familien und unbegleitete Kinder, die im Chaos von ihren Eltern getrennt wurden. Dabei wurden unsere haitianischen Mitarbeiter durch ein internationales SOS-Hilfsteam verstärkt.
Nachhaltig und vernetzt - mit den Menschen für die Kinder
Aus ersten Soforthilfemaßnahmen haben sich langfristig angelegte Projekte entwickelt, um insgesamt 40.000 Kindern und Familien nachhaltig beizustehen. Schwerpunkte sind: Schutz und Betreuung für unbegleitete und verwaiste Kinder, Familienhilfe in den umliegenden Gemeinden und Bildung.
Bei den Hilfsaktionen arbeiten unsere SOS-Mitarbeiter eng mit Gemeindevorstehern und Selbsthilfe-Komitees sowie mit Behörden und anderen Hilfsorganisationen zusammen.
So hilft SOS in Haiti:
In einem Zelt auf dem SOS-Gelände in Santo: Eine Psychologin betreut Mädchen und Jungen, die nach dem Erdbeben im SOS-Kinderdorf aufgenommen worden. Viele der Kinder sind schwer traumatisiert. Basisversorgung: SOS versorgt Kinder und Familien mit Trinkwasser, Lebensmitteln, Babynahrung, Kleidung, Decken und Zelten. In Zusammenarbeit mit Selbsthilfe-Gruppen werden Gemeindezentren und Suppenküchen eingerichtet, Gemeindemitglieder kochen und verteilen die Mahlzeiten. SOS fördert lokale Strukturen zur Selbsthilfe und erreicht so derzeit über 21.500 Kinder und Familien in den Nachbarschaften der haitianischen SOS-Kinderdörfer.
- Schutz und Betreuung für unbegleitete und verwaiste Kinder: Das SOS-Kinderdorf Santo bei Port-au-Prince hat 300 Mädchen und Jungen aufgenommen, die durch das Erdbeben von ihren Familien getrennt wurden.
- Familienzusammenführung: SOS-Mitarbeiter versuchen Angehörige unbegleiteter Kinder ausfindig zu machen, um diese wieder mit ihren Familien zu vereinen.
- Medikamente und medizinische Versorgung für Kinder und Familien
- Psychologische Betreuung traumatisierter Kinder
- Schulunterricht: Die SOS-Hermann-Gmeiner-Schule in Santo wurde Anfang April wieder eröffnet. Außerdem wurden auf dem SOS-Gelände Schulzelte aufgestellt, um zusätzlich Schüler unterrichten zu können. Der geregelten Tagesablauf des Schulalltags hilft den Kindern, nach der traumatischen Erfahrung des Bebens wieder Halt zu finden.
Aufbauhilfe über Jahre hinweg - ein Neuanfang für Kinder und Familien in Haiti
Die SOS-Kinderdörfer werden Kindern und Familien in Haiti nachhaltig helfen und ihnen einen Neuanfang ermöglichen. In einer zweiten Phase planen wir ein umfassendes Wiederaufbauprogramm über zehn bis zwölf Jahre. Schwerpunkte dieser Programms sind:
- Bau eines neuen SOS-Kinderdorfs in Haiti, um Erdbebenwaisen, die keine Angehörigen mehr haben, ein dauerhaftes Zuhause zu geben.
- Bau von Familienhäusern für obdachlose Familien
- Bau und Inbetriebnahme von Schulen in Zusammenarbeit mit den Gemeinden
- Gesundheitszentren mit besonderem Schwerpunkt auf Mutter-Kind-Versorgung
Die SOS-Hilfe in Haiti im Überblick:
SOS-Hilfe für Haiti: Ein Neuanfang für Kinder und Familien |
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Schutz und Betreuung für unbegleitete Kinder |
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Familienhilfe in den Gemeinden |
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Bildung |
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Temporäre Aufnahme im SOS-Kinderdorf (Integration in SOS-Familien und Bau von provisorischen Unterkünften auf dem SOS-Gelände)
Psychologische Betreuung traumatisierter Kinder
Familienzusammenführung in Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen und Behörden
Bau neuer SOS-Kinderdörfer für Erdbebenwaisen, die keine Angehörigen mehr haben |
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Basisversorgung für 40.000 Kinder und Familien: Einrichtung von Community-Centres in Zusammenarbeit mit Selbsthilfe-Komitees
Beschäftigung von 150 neuen Mitarbeitern, die bei Hilfsmaßnahmen in den Gemeinden aktiv sind (Cash for work)
Einrichtung und Bau von Kindertagesstätten
Betreuung der Kinder durch SOS-Sozialarbeiter und Psychologen
Bau von Familienhäusern |
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Wiedereröffnung der SOS-Schule und des Kindergartens* in Santo: Unterricht für SOS-Kinder, unbegleitete Kinder im Kinderdorf und für Kinder aus der Nachbarschaft
Errichtung von provisorischen Klassenräumen auf dem SOS-Gelände
Bau und Inbetriebnahme von öffentlichen Schulen in Zusammenarbeit mit den Gemeinden |
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| Übergreifend: Enge Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen und koordinierenden Stellen wie z.B. der Deutschen Botschaft auf Haiti |
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Sofort- und Nothilfe: Basis für die darauf aufbauende nachhaltige Hilfe (6-8 Wochen; abgeschlossen) |
* Der Kindergarten wurde bereits Ende Januar, die Schule Anfang April wieder eröffnet.
Helfen Sie mit einer Spende oder Patenschaft!
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Werden Sie SOS-Dorfpate! Mit einer SOS-Dorfpatenschaft helfen Sie den Kindern in Haiti dauerhaft und nachhaltig und schenken ihnen ein liebevolles Zuhause in einem SOS-Kinderdorf. Als SOS-Dorfpate unterstützen Sie unter anderem auch die Betreuung unbegleiteter Kinder, die Familienzusammenführung und die Wiederaufbauhilfe. In Haiti suchen wir dringend Dorfpaten für das SOS-Kinderdorf Cap Haïtien. Jetzt SOS-Pate werden. |
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SOS-Kinderdörfer in Haiti: Hilfe für Kinder und Familien in dem bitterarmen Inselstaat
Haiti ist einer der ärmsten und politisch instabilsten Staaten der Welt und wird immer wieder von Naturkatastrophen heimgesucht. Um Kindern in Not ein liebevolles Zuhause zu geben, wurden die SOS-Kinderdörfer im Jahr 1978 in dem Karibikstaat aktiv. Nach dem Erdbeben brauchen Haitis Kinder unsere Hilfe mehr denn je. Hier erfahren Sie mehr über die SOS-Kinderdörfer in Haiti.