Das Erdbeben in Haiti hat unzählige Kinder und Familien obdachlos gemacht.Die Hauptstadt Port-au-Prince liegt zu weiten Teilen in Trümmern. Weinende Kinder suchen nach ihren Eltern, obdachlose Familien übernachten auf offener Straße und in Zelt-Camps. Die Überlebenden hungern und stehen vor dem Nichts.
Das Beben, das am 12.1. Haiti erschütterte, forderte nach aktuellen Angaben der haitianischen Regierung 222.570 Tote. Rund 1,3 Millionen Menschen sind obdachlos, über 600.000 sind aus Port-au-Prince in die umliegenden Departements geflohen.
Durch die Katastrophe hat sich die Zahl der Waisen mehr als verdoppelt: Nach jüngsten Schätzungen haben in Haiti insgesamt eine Million Kinder keine Eltern mehr oder wurden im Chaos von ihren Familien getrennt.
Die Kinder in Haiti brauchen dringend Hilfe - nicht nur jetzt, in der Stunde größter Not, sondern über Monate und Jahre hinweg!
SOS-Einrichtungen in Haiti sind Ausgangspunkt der Hilfsaktionen
In den beiden haitianischen SOS-Kinderdörfern forderte das Beben keine Verletzten. Den Kindern dort geht es den Umständen entsprechend gut und es entstanden in den Dörfern auch keine schweren Schäden.
Das Kinderdorf Santo bei Port-au-Prince und andere SOS-Einrichtungen können daher als Basis und Ausgangspunkt unserer Hilfsaktionen dienen, mit denen SOS-Mitarbeiter Kindern und Familien in den umliegenden Gemeinden beistehen. Einige Viertel, in denen SOS Nachbarschaftshilfe leistet, liegen vollständig in Trümmern.
Grundversorgung: SOS-Mitarbeiter versorgen Kinder und Familien mit warmen Mahlzeiten und Hilfsgütern.SOS-Hilfe in Haiti: Lebensmittel, Medikamente, Betreuung traumatisierter Kinder
Von der benachbarten Dominikanischen Republik bringen SOS-Hilfskonvois Hilfsgüter nach Haiti, die SOS-Mitarbeiter verteilen. Unsere einheimischen Mitarbeiter in Haiti werden durch SOS-Helfer aus der Dominikanischen Republik sowie aus Costa Rica, Peru und Guatemala unterstützt. Bei den Hilfsaktionen arbeiten unsere SOS-Mitarbeiter eng mit Gemeindevorstehern und Selbsthilfe-Komitees sowie mit Behörden und anderen Hilfsorganisationen zusammen.
So hilft SOS:
- Basisversorgung: SOS-Mitarbeiter verteilen Trinkwasser, Lebensmittel, Babynahrung, Kleidung, Decken und Zelte. Die SOS-Nothilfe wird insgesamt 40.000 Kindern und Familien in den Nachbarschaften der haitianischen SOS-Kinderdörfer beistehen.
- Schutz und Betreuung für unbegleitete und verwaiste Kinder: Das SOS-Kinderdorf Santo bei Port-au-Prince hat über 350 Mädchen und Jungen aufgenommen, die durch das Erdbeben von ihren Familien getrennt wurden.
- Familienzusammenführung: Suche nach Angehörigen unbegleiteter Kindern, um diese wieder mit ihren Familien vereinen
- Medikamente und medizinische Versorgung für Kinder und Familien
- Psychologische Betreuung traumatisierter Kinder
Wiederaufbauhilfe
Die SOS-Kinderdörfer werden Kindern und Familien in Haiti nachhaltig helfen und ihnen einen Neuanfang ermöglichen. In einer zweiten Phase planen wir ein umfassendes Wiederaufbauprogramm über zehn bis zwölf Jahre. Schwerpunkte sollen sein:
- Bau von Familienhäusern
- Bau und Inbetriebnahme von Schulen
- Gesundheitszentren mit besonderem Schwerpunkt auf Mutter-Kind-Versorgung
- familiennahe Betreuung und Einrichtungen für Kinder ohne elterliche Fürsorge
Helfen Sie mit einer Spende oder Patenschaft!
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Werden Sie SOS-Dorfpate! Mit einer SOS-Dorfpatenschaft schenken Sie Kindern in Not ein liebevolles Zuhause. In Haiti suchen wir dringend Dorfpaten für das SOS-Kinderdorf Cap Haïtien. Jetzt SOS-Pate werden. |
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SOS-Kinderdörfer in Haiti: Hilfe für Kinder und Familien in dem bitterarmen Inselstaat
Haiti ist einer der ärmsten und politisch instabilsten Staaten der Welt und wird immer wieder von Naturkatastrophen heimgesucht. Um Kindern in Not ein liebevolles Zuhause zu geben, wurden die SOS-Kinderdörfer im Jahr 1978 in dem Karibikstaat aktiv. Nach dem Erdbeben brauchen Haitis Kinder unsere Hilfe mehr denn je. Hier erfahren Sie mehr über die SOS-Kinderdörfer in Haiti.