Am Tag des Erdbebens: Ein verängstigter Junge im SOS-Kinderdorf ConcepciónDie Versorgungslage in der stark zerstörten Stadt Concepción ist nach wie vor kritisch. Die SOS-Hilfstransporte brachten Lebensmittel, Trinkwasser und Hygieneartikel in das SOS-Kinderdorf.
Das SOS-Hilfsteam wird durch Psychologen verstärkt, die auf die Behandlung von Traumata nach Naturkatastrophen spezialisiert sind. Unsere SOS-Helfer werden 700 Kinder und Familien in der Umgebung des Kinderdorfs betreuen und unterstützen (Mahlzeiten, Tagesbetreuung, therapeutische Aktivitäten für traumatisierte Kinder). Das SOS-Team arbeitet mit Gemeindevertretern und örtlichen kirchlichen Einrichtungen zusammen, um Familien zu identifizieren, die durch das Erdbeben besonders schwer getroffen wurden.
Die Psychologen betreuen auch die SOS-Kinder und Mütter des Kinderdorfs Concepción, die nach dem Erdbeben und einer Reihe schwerer Nachbeben seelischen Beistand benötigen.
Nachbeben: SOS-Kinder fliehen aus Kinderdorf
Eine Mitarbeiterin des SOS-Hilfsteams vor einem zerstörten Gebäude in ConcepciónAm Mittwoch (3.3.) war es in der Hafenstadt aufgrund eines Nachbebens zu einer Panik gekommen. Wegen einer Tsunami-Warnung flohen SOS-Kinder und Mitarbeiter aus dem Kinderdorf, um auf Hügeln in der Umgebung Schutz zu suchen. Kurz darauf erfolgte Entwarnung, die verängstigten Mädchen und Jungen konnten ins Kinderdorf zurückkehren. Auch am Freitag (5.3.) wurde der Großraum von Concepción durch weitere starke Nachbeben erschüttert.
Plünderungen: Soldaten stellen Ordnung wieder her
Da es in den Tagen zuvor zu Plünderungen gekommen war, patrouilliert nun die chilenische Armee in der Umgebung des Kinderdorfs Concepción, um für Sicherheit und Ordnung zu sorgen.
Das Erdbeben, das am 27. Februar Chile heimsuchte, forderte in den SOS-Kinderdörfern des Landes keine Verletzten. Im SOS-Kinderdorf Bulnes wurden durch die Erdstöße jedoch sechs Familienhäuser schwer beschädigt. Auch in anderen SOS-Einrichtungen entstanden Gebäudeschäden.