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Hier erfahren Sie mehr über die SOS-Kinderdorf-Arbeit in Pakistan.
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21.10.10 - Die Nothilfe der SOS-Kinderdörfer für die Flutopfer in Pakistan läuft seit Wochen auf Hochtouren: Unsere Hilfstransporte rollen und sichern das Überleben von Kindern und Familien im Katastrophengebiet. Die bisherige Bilanz: 55.650 Lebensmittelpakete (über 8 Millionen Mahlzeiten) sowie Medikamente zur Versorgung von mehr als 60.000 Patienten wurden an die Flutopfer verteilt. Weitere Hilfslieferungen werden folgen.
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Pakistan wird von einer verheerenden Jahrhundertflut heimgesucht. Rund 20 Millionen Menschen sind betroffen, über vier Millionen wurden durch die Katastraphe obdachlos, ganze Dörfer sind zerstört und die Ernten unzähliger Bauern vernichtet. Die Wassermassen, die sich von Norden nach Süden den Indus hinabwälzten, haben inzwischen das Meer erreicht. Doch die Menschen stehen vor dem Nichts und gerade die Kinder brauchen dringend Hilfe.
Um Kindern und Familien im Flutgebiet beizustehen, leisten die SOS-Kinderdörfer in Pakistan Nothilfe. Dabei arbeiten wir mit verschiedenen örtlichen Partnerorganisationen zusammen: SOS stellt Hilfsgüter (Lebensmittel und Medikamente) zusammen, die Mitarbeiter der Partnerorganisationen im Katastrophengebiet verteilen. "Zu den Organisationen haben wir volles Vertrauen", betont Souriya Anwar, Präsidentin der SOS-Kinderdörfer in Pakistan und verweist auf die guten Erfahrungen aus der bisherigen Zusammenarbeit.
Hilfslieferungen mit Lebensmitteln haben zunächst über ein Dutzend Städte in den Provinzen Khyber Pakhtunkhwa sowie Süd-Punjab und Gilgit Baltistan erreicht, wo die Menschen von den Überschwemmungen besonders schwer getroffen wurden. Inzwischen wurden die Hilfsaktionen auf Sindh im Süden ausgedehnt, wo die Flut in der zweiten Septemberhälfte ihren Höhepunkt erreichte.
Bislang hat die SOS-Nothilfe Familien mit insgesamt 55.650 Lebensmittelpaketen versorgt, was rund 8 Millionen Mahlzeiten entspricht. Ein Paket sichert das Überleben einer Familie mit sechs bis acht Personen für zehn Tage und entspricht dem Gegenwert von 20 US-Dollar.
Das Wasser ist zurückgegangen, doch die Menschen stehen vor dem Nichts: Unzählige Kinder und Familien im pakistanischen Flutgebiet brauchen dringend Hilfe - Foto: Benno NeelemanDringend benötigt werden vor allem auch Medikamente. Aufgrund des Mangels an sauberem Trinkwasser herrscht Seuchengefahr und gerade Kinder sind am stärksten bedroht. Die SOS-Kinderdörfer haben mehrere Arzneimittel-Lieferungen zusammengestellt, mit denen mehr als 60.000 Flutopfer in Khyber Pakhtunkhwa (Charsadda, Kalam, Nowshera), Sindh (Ghotki, Panu Aqil, Badin, Thatta) und Süd-Punjab (Kot Addu) versorgt werden.
Darüber hinaus haben die SOS-Kinderdörfer in Pakistan 1500 Zelte erworben, welche die pakistanische Armee an obdachlose Familien in Sindh, Balochistan und Swat verteilt hat. Armee-Hubschrauber flogen außerdem Hilfsgüter der SOS-Kinderdörfer in die Swat-Region, um von der Außenwelt abgeschnittene Dörfer zu versorgen.
Die acht SOS-Kinderdörfer in Pakistan können zudem unbegleiteten Kindern, die im Chaos von ihren Familien getrennt wurden, Schutz und Betreuung bieten. Dies hat SOS den pakistanischen Behörden angeboten. Auch alleinstehende Mütter können mit ihren Kindern dort in Notquartieren vorübergehend aufgenommen werden. Die SOS-Kinderdörfer in Pakistan werden für die betroffenen Kinder auch dann noch da sein, wenn die unmittelbare Soforthilfe abgeschlossen ist. Zum Glück blieben sämtliche pakistanische SOS-Einrichtungen von der Flut verschont.