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Hier erfahren Sie mehr über die SOS-Kinderdorf-Arbeit in Weißrussland.
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27.07.10 - Im neu eröffneten SOS-Kinderdorf Mogilev in Weißrussland hat das erste Frauenhaus des Landes seine Arbeit aufgenommen. Die Einrichtung ist Zufluchtsstätte und Beratungsstelle für Mütter und Familien in akuten Notlagen und Lebenskrisen: Neben Familien, die vor häuslicher Gewalt geflohen sind, erhalten dort z.B. alleinstehende Mütter im Teenager-Alter Beistand.
Ein sicherer Zufluchtsort für Mütter und ihre Kinder: Im SOS-Kinderdorf Mogilev ist das erste Frauenhaus in Weißrussland eröffnet wordenDas neue SOS-Kinderdorf besteht aus elf Familienhäusern, in denen bis zu 91 elternlose und verlassene Kinder ein liebevolles Zuhause in einer SOS-Familie finden. Außerdem gehört zu dem Dorf ein Frauenzentrum der SOS-Familienhilfe, das aus zwei weiteren Häusern besteht. Dort können insgesamt elf Mütter mit ihren Kindern aufgenommen werden, um ihnen in Krisen Schutz und Betreuung zu bieten.
Mit dem Frauenzentrum in Mogilev haben die SOS-Kinderdörfer in Weißrussland eine Vorreiterrolle übernommen. "Es gibt zwar Zentren, an die sich Frauen tagsüber wenden können, aber dort können sie nicht über Nacht bleiben", sagt Tatiana Burova, Leiterin für Programmentwicklung der SOS-Kinderdörfer in Weißrussland. Im Frauenzentrum können Familien bis zu drei Monate bleiben, bis eine Lösung gefunden ist. Mütter im Teenager-Alter und ihre Kinder können dort sogar bis zu ein Jahr lang in einem betreuten Umfeld wohnen.
Das SOS-Frauenzentrum bietet darüber hinaus vielfältige Hilfen und Beratungsleistungen:
"Der Bedarf für derartige Frauenhäuser ist in Weißrussland enorm", sagt Tatiana Burova. "Leider können wir nicht alle bei uns aufnehmen, die uns um Hilfe bitten, aber wir bieten in jedem Fall Beratung." Obwohl das SOS-Frauenzentrum in Mogilev gerade erst in Betrieb gegangen ist, betreuen und beraten SOS-Mitarbeiter dort bereits 80 Familien mit 150 Kindern – bald werden es Familien mit insgesamt 250 Kindern sein.