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Einen Überblick zu den laufenden Hilfsaktionen der SOS-Kinderdörfer nach dem Erdbeben in Haiti finden Sie hier.
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03.03.11 - Die SOS-Kinderdörfer weltweit setzen beim Bau der neuen Schule in Haiti jetzt doch auf konventionelle Bauweise und nicht auf Container. Die sich doch langsam wandelnde Situation in dem geschundenen Land erlaubt es uns, bei der Planung der Schule zu den bewährten SOS-Richtlinien zurückzukehren.
Unterricht im Zelt: Eine Klasse auf dem SOS-Gelände in Santo. Auf dem Areal werden die SOS-Kinderdörfer jetzt die neue Schule errichten - Foto: Sophie PreischAuf Container zu setzen hatte mehrere wichtige Gründe. Nach dem großen Erdbeben im Januar 2010 gab es immer wieder kleinere Nachbeben. Die haitianische Verwaltung forderte deshalb eine erdbebensichere Bauweise. Außerdem gab es vor Ort weder ausreichend Fachkräfte für den Bau einer konventionellen Schule noch Baumaterial. Für SOS entwickelte der Architekt Heinz Tesar deshalb die "Container of Dignity" (Container der Würde) - hochentwickelte, abgedämmte und dennoch preiswerte Bauten aus Schiffscontainern, die im Grunde überall schnell und dennoch perfekt auf den Anlass zugeschnitten eingesetzt werden können.
Doch glücklicherweise hat sich die Lage in Haiti verbessert. Nicht so sehr, wie es wünschenswert wäre, aber immerhin hat sich die einheimische Baubranche wieder aufgerappelt und es sind auch wieder Baumaterialien zu haben. Deshalb entschied der Vorstand von SOS-Kinderdörfer weltweit, doch nach den Grundsätzen von SOS zu handeln. Vorstand Dr. Wilfried Vyslozil: "Wir wollen ja mit unseren Aktionen immer auch die Strukturen und die Wirtschaft vor Ort unterstützen, um von innen heraus eine nachhaltige Verbesserung der Situation anzustoßen. Deshalb sind wir froh, dass die Zeit noch ausreichte, unsere Planungen kurzfristig umzustellen." Die Schulräume werden zum Beginn des kommenden Schuljahres Anfang Oktober für die Kinder bereitstehen. Erdbebensicher sind sie aufgrund der bewährten Holzrahmen-Konstruktion.
Die "Container der Würde" wurden dennoch nicht umsonst geplant. Sie sollen eingesetzt werden, wo die SOS-Kinderdörfer schnell oder zeitlich begrenzt Nutzbauten brauchen. Zum Beispiel medizinische Stationen bei schnellen Hilfseinsätzen oder Sozialzentren bei Familienhilfeprojekten, die in verschiedenen Slum-Viertel eingesetzt werden sollen.
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