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21.08.08 - Viele konnten nur ihr nacktes Leben retten, ihre Häuser liegen in Trümmern oder wurden geplündert. Zehntausende sind vor dem Krieg in Georgien aus ihren Heimatorten geflohen. Die SOS-Kinderdörfer leisten Nothilfe für Flüchtlingsfamilien.
Die SOS-Nothilfe geht von den SOS-Kinderdörfern in Tiflis und Kutaisi aus.Die Zahl der Vertriebenen wird auf 100.000 geschätzt. Die Lage der Menschen in den Krisengebieten ist verzweifelt. Trotz des Waffenstillstands sollen russische Soldaten nach wie vor in Städten wie Gori, Poti, Zugdidi oder Maltakva präsent sein.
Die Flüchtlinge sind notdürftig in Schulen, Kindergärten oder Zelten untergebracht. Auch der SOS-Kindergarten und eine öffentliche Schule in Tiflis, die von den SOS-Kinderdörfern in Georgien unterstützt und von zahlreichen Kindern aus dem SOS-Kinderdorf Tiflis besucht wird, dienen als Notunterkunft. Dort haben 178 Flüchtlinge aus Südossetien, vor allem Familien mit Kindern, Zuflucht gefunden. SOS-Mitarbeiter versorgen sie mit Lebensmitteln und Kleidung.
SOS-Mitarbeiter verteilen Lebensmittel an Flüchtlingsfamilien.
Außerdem ist der Spielebus der SOS-Kinderdörfer in Georgien gestartet, um Flüchtlingskinder zu betreuen: Spiele und Aktivitäten helfen den Kindern nach den traumatischen Kriegserlebnissen in den Alltag zurückzufinden.
Auch das SOS-Kinderdorf in Kutaisi, rund 200 Kilometer westlich von Tiflis, leistete Nothilfe: SOS-Mitarbeiter organisierten die Versorgung von Flüchtlingsfamilien, insgesamt 50 Personen, die in der Nähe des SOS-Kinderdorfes in einer Notunterkunft untergebracht waren. Inzwischen wurden diese Flüchtlinge in Notunterkünften in anderen Städten einquartiert.
Unterdessen bereiten sich SOS-Einrichtungen in Georgien auf die Aufnahme weiterer Flüchtlingsfamilien vor. Ministeriumsvertreter haben den SOS-Kinderdörfern mitgeteilt, dass mit mehr Flüchtlingen, auch aus Abchasien, zu rechnen sei. Die Schule in Tilfis könnte laut dem Schuldirektor bis zu 350 Personen unterbringen.
Während der Kämpfe wurde das SOS-Kinderdorf in Kutaisi als Vorsichtsmaßnahme vorübergehend evakuiert: Da sich nahe des Kinderdorfes militärische Stützpunkte befinden, war die Sicherheit der SOS-Familien nicht mehr gewährleistet. SOS-Mütter und -Kinder wurden für einige Tage in sichere Orte außerhalb der Stadt gebracht. Inzwischen konnten die SOS-Familien wieder ins Kinderdorf Kutaisi zurückkehren.