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23.01.09 - Die SOS-Kinderdörfer haben ein weiteres Wiederaufbau-Projekt in der Tsunami-Region abgeschlossen: Die Al Misbah-Schule an der Ostküste von Sri Lanka ist feierlich eröffnet worden. Bis zu 1.500 Kinder und Jugendliche können dort den Unterricht besuchen. Die Schule war durch die Tsunami-Katastrophe am 26. Dezember 2004 völlig zerstört worden.
Feierliche Eröffnung: Schülerinnen führen einen traditionellen Tanz vorDie Schule liegt in Kalmunai im Ampara-Bezirk, 45 Kilometer südlich von Batticaloa. Die Tsunami-Katastrophe hat die Region, die sich im Bürgerkriegsgebiet befindet, schwer getroffen. Im Ampara-Bezirk kamen mehr als 10.000 Menschen in den Flutwellen ums Leben. Als der Tsunami über die Küste von Sri Lanka hereinbrach, war in Kalmunai gerade Unterricht. 106 Schüler fanden damals in den Wassermassen den Tod.
Die wiedererrichtete Schule umfasst 58 Klassenräume sowie Labor, Bücherei, Multimedia- und Computerraum."Wir sind überglücklich, dass die Schule wieder steht! Nach dem Tsunami haben wir keine Hoffnung mehr gehabt. Seit damals war es nahezu unmöglich, die Kinder in dieser Region ordentlich zu unterrichten. Diese krisengeschüttelte Region hat den SOS-Kinderdörfern viel zu verdanken", sagte ein Gemeindevertreter bei den Eröffnungsfeier, zu der über 2.000 Besucher kamen, die meisten davon Eltern der Schüler. Unter den zahlreichen Ehrengästen war Sri Lankas Kinder - und Frauenministerin Sumedha G. Jayasena.
Der Wiederaufbau der Schule bedeutete eine große logistische und finanzielle Herausforderung. Zunächst fand sich keine Hilfsorganisation, die den Wiederaufbau übernahm. Auf Ansuchen der Regierung Sri Lankas haben die SOS-Kinderdörfer schließlich das Projekt verwirklicht. Die Planung begann erst 2006. Im Januar 2007 konnte der Grundstein gelegt werden, im November 2008 wurde die Schule an die Gemeinde übergeben.
Nach der Tsunami-Katastrophe starteten die SOS-Kinderdörfer in Südasien das größte Nothilfe- und Wiederaufbauprogramm ihrer Geschichte. Die Bilanz: 6 neue SOS-Kinderdörfer für mehr als 800 Kinder, 2.200 neue Wohnhäuser für 11.000 Menschen und Nothilfe für 23.000 Betroffene. Die SOS-Kinderdörfer konnten den Kindern und Familien in den verwüsteteten Tsunami-Gebieten nachhaltig helfen! Möglich war dies nur dank Ihrer Unterstützung!