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10.06.09 - Freudenfest in Gulu im Norden Ugandas: SOS-Kinder, -Mütter und Nachbarsfamilien haben dort die Eröffnung des neuen Kinderdorfs gefeiert. Gleichzeitig wurde der Grundstein für ein weiteres ugandisches SOS-Kinderdorf gelegt. Es entsteht in Fort Portal im Westen des Landes.
Traditionelle Tänze: Die Kinder waren bei der Eröffnungsfeier mit Begeisterung dabei.In Nord-Uganda tobte jahrzehntelang ein grausamer Bürgerkrieg. Die SOS-Kinderdörfer wurden in Gulu im Jahr 2002 aktiv, um Nothilfe zu leisten. Neben einem medizinischen SOS-Zentrum entstand zunächst ein provisorisches Kinderdorf, um Kriegswaisen und verlassene Flüchtlingskinder zu betreuen. Später erfolgte der Bau eines dauerhaften SOS-Kinderdorfs, das nun fertig gestellt ist. 120 Mädchen und Jungen wachsen dort in ihren SOS-Familien auf. Zu dem neuen Kinderdorf gehört auch ein Sozial- und Medizinzentrum für die vielen von HIV/Aids betroffenen Familien in der Gegend sowie eine Tagesstätte für Kinder unter fünf Jahren, deren Eltern berufstätig sind.
Endlich war es soweit: Nachdem die SOS-Familien aus dem beengten Verhältnissen des provisorischen Kinderdorfs in ihr neues Zuhause umgezogen waren, stand nun die Eröffnungsfeier an. Es herrschte große Aufregung bei den Mädchen und Jungen, als sie mit traditionellen Tänzen und Liedern die Besucher willkommen hießen. Neben SOS-Präsident Helmut Kutin kamen zahlreiche Ehrengäste, unter ihnen Sozial-Minister Gabriel Opiyo, um die Bedeutung der SOS-Arbeit für die Menschen im vom Bürgerkrieg gezeichneten Nord-Uganda zu würdigen.
Symbolträchtig: Helmut Kutin pflanzt auf dem Gelände des neuen SOS-Kinderdorfs einen Baum.Nur zwei Tage später legte Helmut Kutin in Fort Portal den Grundstein für das vierte ugandische SOS-Kinderdorf. Die Stadt befindet sich im traditionellen Königtum Toro unweit der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo. Die Armut in der Region wird durch die hohe HIV-Infektionsrate verschärft - Aids nimmt unzähligen Kindern die Eltern.