Die SOS-Kinderdörfer feiern ihren 60. Geburtstag!1949, vor 60 Jahren, hat Hermann Gmeiner das erste SOS-Kinderdorf in Imst eröffnet. Seither hat seine Idee eine besondere Art der Globalisierung erlebt. Im Jahre 2008 lebten rund 60.000 Kinder in einem der weltweit 473 SOS-Kinderdörfer.
Die SOS-Kinderdörfer sind längst ein weltweites Symbol
Das SOS-Kinderdorf ist zu einem Symbol geworden. Ein Symbol für einen geschützten Raum, in dem Kinder aufwachsen, denen anderswo dieser Raum verwehrt geblieben oder abhanden gekommen ist. Aber nicht nur die Zahl der SOS-Kinderdörfer ist über sechs Jahrzehnte kontinuierlich und unaufhaltsam gestiegen. Die SOS-Kinderdörfer haben Kreise gezogen. Mütter und Dorfleiter, Mitarbeiter vor Ort und die Führung von SOS-Kinderdorf haben sich immer wieder Gedanken gemacht, die um das zentrale Thema kreisen: Was dient dem Wohl des Kindes? Welche Einrichtungen, welche Konzepte, welche Betreuungsformen sind nötig, damit ein Kind sich angenommen fühlen und seine Fähigkeiten entwickeln kann?
Herausgekommen sind 226 SOS-Kindergärten, 185 SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen und 61 SOS-Berufsausbildungszentren, um den Kindern und Jugendlichen mit einer soliden Ausbildung den Weg in eine eigenständige Zukunft zu bereiten. Diese Einrichtungen stehen auch Kindern offen, die nicht im SOS-Kinderdorf leben. Entstanden sind auch SOS-Jugendeinrichtungen. Hierher wechseln Kinder aus dem SOS-Kinderdorf an der Schwelle zum Erwachsenenalter.
Teenager können in geschützter Umgebung Verantwortung lernen
Teenager erleben Rückhalt und Unterstützung auf dem Weg ins ErwachsenseinGemeinsam mit Gleichaltrigen und unterstützt von Betreuern lernen sie hier, schrittweise Verantwortung für sich selbst zu übernehmen – im Umgang mit der Schule oder dem Ausbildungsplatz, im Umgang mit Beziehungen, im Umgang mit Zeit, im Umgang mit Geld. Bedarfsgerecht und altersgerecht sind die Jugendeinrichtungen wie das SOS-Kinderdorf getragen vom Gedanken, jungen Menschen Aufmerksamkeit, Freiheit und Schutz zu geben und den Raum, den sie brauchen. 383 dieser SOS-Jugendeinrichtungen mit 15.500 Mädchen und Jungen auf der ganzen Welt stellen so die logische Fortsetzung des SOS-Kinderdorf-Gedankens dar.
Und es gibt weitere dieser logischen Fortentwicklungen. Die Frage nach dem Wohl des Kindes stellt sich nicht nur bei Mädchen und Jungen, die keine Eltern mehr haben oder nicht mehr bei ihren Eltern leben können. Auch Kinder, deren Familien unter der Last von Armut oder Krankheit auseinander zu brechen drohen, brauchen Halt und Perspektive. Sowohl in ländlichen Gebieten, wo Ackerbau und Viehzucht die Menschen nicht ausreichend ernähren können als auch in den Armenvierteln der Großstädte laufen Kinder Gefahr, durch Not, Elend und Gewalt den schützenden Raum ihrer Familie zu verlieren und ihrer Kindheit beraubt zu werden.
Die SOS-Familienhilfe erhält Kinder ihr ursprüngliches Zuhause
Kinder innerhalb ihrer ursprünglichen Umgebung zu stabilisieren ist ein weiteres Ziel der SOS-KinderdörferHier kommt die SOS-Familienhilfe zum Einsatz. Sie ist Hilfe zur Selbsthilfe. Ihr Ziel ist es, Familien stark und autark zu machen, damit das Kind dort aufwachsen kann, wo es sich am besten entwickeln kann: in der fürsorglichen Umgebung der Familie. Die SOS-Familienhilfe soll in den nächsten Jahren stetig ausgeweitet werden. Es geht den SOS-Kinderdörfern stets darum, Kindsein zu ermöglichen. Armut gefährdet Familien. Deshalb bekämpfen die SOS-Kinderdörfer mit professioneller Entwicklungszusammenarbeit die Armut. Der Kinder wegen.
SOS-Kinderdorf folgt der Vision, bis zum Jahre 2016 weltweit einer Million Kindern ein familiäres Umfeld zu sichern. Dabei zählen sowohl Kinder, denen die SOS-Familienhilfe zugute kommt, als auch die, die in den SOS-Kinderdorf-Familien leben. In 132 Ländern der Erde ist SOS-Kinderdorf aktiv. Mancherorts waren und sind die SOS-Einrichtungen die letzte Bastion, die den Kindern inmitten von Krieg und Zerstörung geblieben sind. Sarajewo in den 90er Jahren und Mogadischu heute sind nur zwei Beispiele hierfür.
Gemeinsam Kindsein ermöglichen - das ist unser Ziel
Mut und Zuversicht entsteht, wenn einem jemand die Hand reichtVon den SOS-Kinderdörfern geht eine Faszination aus, die seit sechs Jahrzehnten jeden erfasst, der mit der einfachen Idee Hermann Gmeiners in Berührung kommt. Mütter, Mitarbeiter, Spender, Paten, Freunde spüren eine Kraft, die Menschen unterschiedlicher Hautfarbe und Sprache zusammenbringt und verbunden hält. Es geht dabei nicht darum, dass die Einen den Anderen Almosen geben. Es geht nicht um „Charity“. Es geht darum, einander die Hand zu reichen – zum Wandel zu ermutigen. Hermann Gmeiner hat Brücken gebaut für Kinder auf den Weg in ein besseres Jetzt & Heute.
Aber nicht nur Kinder sind eingeladen, Hand in Hand über diese Brücken zu gehen. Mut und Zuversicht, Herz und Verstand sind nötig – und SOS-Kinderdorf lässt die Menschen daran teilhaben. Das Vermächtnis Hermann Gmeiners und der Frauen und Männer der Gründungsgruppe lebt fort – und ist heute angesichts großer Herausforderungen wie Klimawandel und Migration, Kriege, Naturkatastrophen und Wohlstandsgefälle wichtiger denn je.
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Sie können helfen! Mit Ihrer SOS-Patenschaft oder Spende ermöglichen Sie es, dass verlassene und Not leidende Kinder ...
ein neues, liebevolles Zuhause bekommen,
erleben können, was glückliche Kindheit bedeutet,
endlich in die Schule gehen können und eine Ausbildung erhalten.
Bitte, helfen Sie mit! |


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