Aktuelle Infos und Hintergründe über die SOS-Kinderdörfer.
Das Wohl des Kindes steht im Mittelpunkt unserer Arbeit.
Weltweit aktiv in 133 Ländern: SOS ist vor Ort!
Entdecken Sie, wie Sie Kindern in Not helfen können!
Gutes tun ist leicht, wenn viele helfen: Unsere Freunde & Partner.
1986 wurde der madagassische Verein zur Errichtung eines SOS-Kinderdorfes gegründet. Grund dafür waren die schwierigen Lebensbedingungen in Madagaskar, unter denen besonders Kinder zu leiden hatten. Der Verein erwirkte bei den Behörden die Verfügung über ein Grundstück in Vontovorona, etwa 21 Kilometer südwestlich von Antananarivo, wo 1988 mit dem Bau des ersten SOS-Kinderdorfes Madagaskars begonnen wurde. Im Laufe der Jahre wurde das SOS-Kinderdorf durch folgende Zusatzeinrichtungen erweitert: Kindergarten, Jugendhäuser, medizinisches Zentrum und Sekundarschule. 1995 entstand, angeschlossen an das SOS-Kinderdorf Vontovorona, ein SOS-Berufsbildungszentrum zur Ausbildung von SOS-Jugendlichen im Bereich Landwirtschaft. Seit 1999 werden neben Gemüseproduktion, Milchwirtschaft, Geflügel- und Seidenraupenzucht auch die Fächer Reiskultur, Viehzucht und Gärtnerei angeboten. Eine Feldstudie ergab die Notwendigkeit des Baues eines zweiten SOS-Kinderdorfes.
Daraufhin wurde SOS-Kinderdorf 1997 ein Grundstück nahe Toamasina zur Verfügung gestellt. Im Juli 1998 konnten nach cirka einem Jahr Bauzeit die ersten Mütter und Kinder ihr neues Zuhause im SOS-Kinderdorf Mangarano bei Toamasina beziehen. Im August 1998 wurde in Anosibé, einem Vorort der Hauptstadt Antananarivo, eine SOS- Kindertagesstätte eröffnet. Hier werden Kinder arbeitender Mütter tagsüber betreut und erhalten neben qualifizierter Vorschulerziehung auch eine ausgewogene Mahlzeit. Eine weitere Kindertagesstätte öffnete 2002 in Antsirabe ihre Pforten und noch im selben Jahr begannen die Bauarbeiten an Madagaskars drittem SOS-Kinderdorf. Die ersten 4 Familienhäuser wurden im August 2003 besiedelt.
2002 startete SOS-Kinderdorf Familienstärkungsprogramme. Ziel dieser Programme ist es, Kindern, die Gefahr laufen, von ihrer Herkunftsfamilie getrennt zu werden, den Verbleib in ihrer Familie zu sichern. Um dies zu erreichen, arbeitet SOS-Kinderdorf direkt mit den Familien und den jeweiligen Gemeinden und stärkt sie in ihren Kapazitäten, die Kinder bestmöglich zu betreuen und zu schützen. Organisiert wird diese Präventivarbeit gemeinsam mit lokalen Behörden und anderen Sozialpartnern.
Zurzeit gibt es in Madagaskar drei SOS-Kinderdörfer, drei SOS-Jugendeinrichtungen, drei SOS-Kindergärten, neun SOS-Sozialzentren, ein SOS-Berufsbildungszentrum, drei SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen und sechs SOS-medizinische Zentren.
Website von SOS-Kinderdorf Madagaskar(verfügbar auf Französisch)