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SOS-Kinderdörfer Wo wir helfen Asien China

China - Übersicht 

Wie die SOS-Kinderdörfer im Land helfen 

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Die Kinder in China brauchen unsere Hilfe!


Während Chinas Wirtschaft boomt, wächst die soziale Ungleichheit im Reich der Mitte dramatisch. Vor allem auf dem Land leben Kinder in ärmsten Verhältnissen. Auch in Hinblick auf das Bildungs- und Gesundheitswesens sind diese Kinder benachteiligt. Die Förderung der auf dem Land lebenden Chinesen bezeichnet die Partei als "zentralen Punkt der Modernisierung des Landes". Bis dieses Ziel erreicht ist, ist es noch ein weiter Weg.
  • Steigende Arbeitslosigkeit: Während in den Metropolen rund vier Prozent der Menschen keine Arbeit haben, gibt es laut Parteiangaben auf dem Land bis zu 150 Millionen "überschüssige Arbeitskräfte". Insgesamt leben knapp 700 Millionen Chinesen in ländlichen Regionen.
  • Geschätzte 140 Millionen Menschen haben die ländlichen Regionen mittlerweile verlassen und sind in der Hoffnung auf Arbeit in Chinas rasant wachsende Städte gezogen. Die zugezogenen Familien haben oft keinen Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung. Grund dafür ist die offizielle Wohnsitzkontrolle der Bevölkerung (Hukou-System). Demnach erhalten die Bürger in der Regel nur an dem Ort soziale Leistungen, der ihnen von der Regierung als Wohnort zugeteilt wurde. In den Städten Chinas ist so eine Klasse von "inoffiziellen Bürgern" entstanden. Darunter sind auch 19 Millionen Kinder, sie müssen als Folge des Hukou-Systems mehr bezahlen als andere, um in die Schule gehen zu dürfen. Oft haben sie auch Schwierigkeiten, weil sie den örtlichen Dialekt nicht verstehen.
  • Viele Wanderarbeiter lassen ihre Kinder in den Heimatdörfern zurück. Auf dem Land wachsen daher mehr als 20 Millionen Kinder wie Waisen auf.
  • Jährlich begehen im Reich der Mitte fast 300.000 Menschen Selbstmord. Mehr als die Hälfte sind Bäuerinnen. Armut und Gewalt in der Familie sind meist die Gründe für den Suizid. Ganze Familien zerbrechen daran. Auch Jugendliche sind betroffen. Die rapiden wirtschaftlichen Veränderungen und der damit einhergehende Leistungsdruck an Schulen und Universitäten führen häufig zu Überforderung. 30 Millionen Teenager in China unter 17 Jahren leiden unter psychischen Problemen. 
  • Geschätzte 0,1 Prozent der etwa 1,3 Milliarden Chinesen sind HIV-infiziert. Fast die Hälfte der Menschen, die an Aids erkranken, sind junge Menschen.
  • Im Zuge der Industrialisierung werden in China nicht selten Trinkwasserquellen verunreinigt. In etwa zehn Prozent der Schulen auf dem Land gibt es für Kinder und Lehrer kein sauberes Trinkwasser. Außerdem verfügen diese Einrichtungen über kein vernünftiges Abwassersystem.
  • Nur etwas mehr als die Hälfte aller Chinesen hat selbst Zugang zu angemessen hygienischen sanitären Anlagen.

Unterstützen Sie die Arbeit der SOS-Kinderdörfer in China!
 

Chinesische SOS-Kinder

Unser Engagement für die Kinder Chinas begann Mitte der achtziger Jahre. Heute leben mehr als 1100 Kinder und Jugendliche in chinesischen SOS-Kinderdörfern. In den Kindergärten werden derzeit rund 750 Mädchen und Jungen aus den SOS-Dörfern sowie aus deren Nachbarschaft betreut.

Die Hermann-Gmeiner-Schule in Yantai ist mit rund 3.400 Schülern die größte SOS-Schule weltweit. Mit ihren insgesamt 70 Klassen genießt sie den Status einer Modellschule und gehört zu den besten Bildungseinrichtungen des Landes. Den Kindern, die hier Lesen, Schreiben und Rechnen lernen, ermöglicht der Unterricht einen guten Start in ihr späteres Leben. Der Großteil der Schüler kommt aus der Umgebung des SOS-Kinderdorfes Yantai.

Für eine weiterführende Ausbildung gibt es China unter anderem die "Hermann Gmeiner Technical School". Die Schule für technische Berufe ist Teil der Universität Qiqihar und umfasst 19 Klassen für insgesamt 500 Schüler. Zudem gibt es auf dem Gelände ein Gebäude, in dem rund 300 Schüler während ihrer Vorbereitung auf das spätere Berufsleben wohnen können.

In den chinesischen SOS-Sozialzentren werden derzeit rund 450 bedürftige Familien aus der Umgebung der SOS-Kinderdörfer betreut. Die Mitarbeiter kümmern sich um in Not geratene Familien und sowie allein erziehende Mütter und ältere Menschen. In den Sozialzentren gibt es auch eine Krankenstation, in der die Menschen eine medizinische Grundversorgung erhalten.

Ein besonders freudiges Ereignis war für uns die Eröffnung des ersten SOS-Kinderdorfes in der autonomen Region Tibet im Jahr 2001: des SOS-Kinderdorfes Lhasa. Weitere Kinderdörfer für tibetische Mädchen und Jungen bestehen übrigens in Indien und Nepal. Dort arbeitet SOS eng mit der Gemeinde der Exil-Tibeter zusammen.

Werden Sie SOS-Pate!
Als SOS-Pate für ein Kind in China helfen Sie langfristig und gezielt und begleiten Kinder in Not auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit. Bitte werden Sie SOS-Pate!

Jetzt SOS-Pate werden!

Heute gibt es in China folgende SOS-Einrichtungen: Zehn Kinderdörfer, neun Jugendeinrichtungen, zehn Kindergärten, eine Hermann-Gmeiner-Sekundarschule, ein Berufsbildungszentrum (Technical School), zwei Sozialzentren sowie zwei Ausbildungszentren für SOS-Mütter und -Personal. Ein weiteres SOS-Kinderdorf ist derzeit in Peking im Bau.
Website der SOS-Kinderdörfer in China (verfügbar auf Englisch)
 

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