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SOS-Kinderdörfer Wo wir helfen Asien Jordanien

Jordanien - Übersicht 

AmmanAqabaIrbid

Jordanien grenzt im Westen an Israel und das Westjordanland und war - vor allem unter König Hussein - jahrzehntelang politisch stark in den Nahost-Konflikt involviert. Zahlreiche palästinensische Flüchtlinge leben in dem Königreich, 65 Prozent der Einwohner sind palästinensischer Herkunft. Gleichzeitig bestehen gute Beziehungen zu den USA und den EU-Staaten, die man nicht durch allzu deutliche Kritik an Israel gefährden will.

Auch die wirtschaftliche Situation des Landes ist schwierig. Das Land verfügt anders als sein östlicher Nachbar Irak über keine Ölverkommen, 90 Prozent des Landes sind wirtschaftlich kaum nutzbare Wüsten- oder Berglandschaften. Gleichzeitig wächst die Bevölkerung sehr rasch - ein Drittel der Menschen ist jünger als 15 Jahre. Doch das Wachstum der jordanischen Industrie und Landwirtschaft ist begrenzt und die Aussichten auf einen sicheren Arbeitsplatz für die jungen Leute sind schlecht.

Das erste SOS-Kinderdorf in Jordanien wurde 1986 in der Hauptstadt Amman gegründet, wo die Hälfte der jordanischen Gesamtbevölkerung lebt. Der große Kindergarten des Dorfes steht auch den Kindern aus der Umgebung offen. Um die Chancen der Jugendlichen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern, wurde in Sahab Industrial City, 30 Kilometer außerhalb des Stadtzentrums von Amman, ein SOS-Ausbildungs- und Produktionszentrum gegründet. Dort können junge Menschen aus der Umgebung eine Lehre als Tischler machen. Die ausgezeichnete Arbeit, die die Lehrlinge dort leisten, hat sich inzwischen herumgesprochen. Das Zentrum hat über die nähere Umgebung hinaus einen guten Ruf erworben. Seit einiger Zeit schreibt die Werkstatt schwarze Zahlen und ist damit zu einer wichtigen Einnahmequelle des Kinderdorfes Amman geworden. Wichtiger ist jedoch, dass Jugendliche eine solide Ausbildung bekommen.

Vier Jahre nach Baubeginn wurde 1992 das zweite SOS-Kinderdorf in der südlichen Hafenstadt Akaba eröffnet. Mit acht Familienhäusern ist es ein wenig kleiner als das elf Häuser umfassende Dorf in Amman. Auch das Kinderdorf Akaba ist auf dem besten Weg, sich eigene Einnahmequellen zu erschließen. In den dorfeigenen Supermarkt kommen inzwischen auch die Frauen aus der Umgebung zum Einkaufen.
1999, im Todesjahr von König Hussein, wurde schließlich das dritte SOS-Kinderdorf in der Provinzstadt Irbid eröffnet. Irbid liegt im Norden des Landes und ist das Tor nach Syrien, Libanon und Irak. Die 80000 Einwohner zählende Stadt ist vergleichsweise wohlhabend und verfügt über mehrere Mittelschulen, zwei Universitäten und fünf Krankenhäuser. In zwölf Familienhäusern bietet das Kinderdorf Irbid Platz für etwa 110 Kinder. Egal ob Amman, Akaba oder Irbid - die SOS-Kinderdörfer helfen dauerhaft und geben Kindern ein zuverlässiges Zuhause. Damit die Arbeit erfolgreich weitergehen kann, bitten wir Sie auch um Ihre Hilfe. Die Kinder bedanken sich schon jetzt mit "Danke", auf arabisch: "Schukran!" 

Zur Zeit gibt es in Jordanien drei SOS-Kinderdörfer, zwei SOS-Jugendeinrichtungen, zwei SOS-Kindergärten und ein SOS-Berufsbildungszentrum.

Website von SOS-Kinderdorf Jordanien
(verfügbar auf Englisch)

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