Aktuelle Infos und Hintergründe über die SOS-Kinderdörfer.
Das Wohl des Kindes steht im Mittelpunkt unserer Arbeit.
Weltweit aktiv in 133 Ländern: SOS ist vor Ort!
Entdecken Sie, wie Sie Kindern in Not helfen können!
Gutes tun ist leicht, wenn viele helfen: Unsere Freunde & Partner.
Seit Anfang der neunziger Jahre befindet sich Vietnam im Umbruch: von der Plan- zur Marktwirtschaft. Auch wenn die positiven Auswirkungen der Wirtschaftsreformen mittlerweile bei einem Großteil der Menschen ankommen, mangelt es vielen immer noch am Nötigsten. Viele Familien mit Kindern sind von Armut betroffen. Sie brauchen dringend Unterstützung, bevor der Druck zu groß wird.
Unser Engagement für die Kinder Vietnams begann Ende der sechziger Jahre, also noch während des Vietnamkrieges. Nach Kriegsende schloss die neue kommunistische Regierung die SOS-Kinderdörfer und SOS-Einrichtungen im Land. Das war 1976. Daraufhin folgten jahrelange Verhandlungen, um die Wiedereröffnung zu ermöglichen. Im Jahr 1987 erreichten wir endlich dieses Ziel, so dass wir unsere wichtige Arbeit in Vietnam fortsetzen konnten. Heute leben fast 1800 Kinder und Jugendliche in vietnamesischen SOS-Kinderdörfern. In unseren Kindergärten werden derzeit mehr als 2200 Mädchen und Jungen aus den SOS-Dörfern sowie aus deren Nachbarschaft betreut.
Für viele Kinder in Vietnam ist Bildung der Schlüssel zu einem Leben mit Perspektive. Daher legen wir bei unserer Arbeit auch großen Wert auf eine vernünftige Ausbildung der Kinder. Rund 10.000 Schüler besuchen heute in Vietnam die Hermann-Gmeiner-Schulen. Alle der insgesamt zehn Schulen bieten sowohl Unterricht für Grundschüler als auch weiterführende Klassen an. Wie in vielen anderen Ländern, in denen wir tätig sind, intensivieren wir auch in Vietnam unsere Programme zur Stärkung der Familie. Die Initiativen folgen einem einfachen Grundsatz: Rechtzeitig handeln, bevor Familien zerbrechen und die Kinder ohne Schutz auf der Straße landen. In Vietnam gibt es derzeit zwei solche Programme für jeweils rund 100 Kinder. Finanzielle Hilfen für Essen, Kleidung und Schulgeld sind darin ebenso enthalten wie Beratung der Eltern bei Ernährung, Erziehung und Familienplanung. Unser Ziel ist es, überall dort in Vietnam ein Familienstärkungsprogramm zu starten, wo es ein SOS-Kinderdorf gibt. Heute gibt es in Vietnam folgende SOS-Einrichtungen: Zwölf Kinderdörfer, zehn Jugendeinrichtungen, 13 Kindergärten, zehn Hermann-Gmeiner-Schulen, ein Berufsbildungszentrum, zwei Sozialzentren, zwei Kliniken sowie ein Ausbildungszentrum für SOS-Mütter und -Personal.