Unsere Einrichtungen
In Äthiopien, einem von der Natur nicht gerade reich gesegneten Land, begann SOS-Kinderdorf seine Arbeit 1974. Das erste SOS-Kinderdorf entstand in Makalle, im Norden des Landes nahe der Grenze zu Eritrea. Zwischen 1979 und 1985 folgten SOS-Kinderdörfer in Harare, Addis Abeba und Awasse, 2000 das SOS-Kinderdorf in Bahir Dar. Eines der größten Probleme Äthiopiens ist auch heute noch die Trockenheit. Um dem Abhilfe zu schaffen führt SOS-Kinderdorf in der Provinz Ogaden derzeit ein Nothilfeprogramm durch. Für die nahe Zukunft ist in der Stadt Gode der Bau eines sechsten SOS-Kinderdorfes geplant.
Heute betreuen die SOS-Kinderdörfer in Äthiopien mehr als 1000 Kinder und Jugendliche. Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten stehen auch den Kindern aus der Nachbarschaft der SOS-Kinderdörfer zur Verfügung. Allerdings übertrifft die Zahl der Interessenten vor allem bei Kindergärten oft die Zahl der freien Plätze. Und doch sind es 20.000 Menschen, die in Äthiopien von den Einrichtungen der SOS-Kinderdörfer profitieren.
Ein weiteres verheerendes Problem Äthiopiens ist Aids. Vielfach herrschen in der Bevölkerung falsche Vorstellungen von dieser Krankheit und ihren Übertragungswegen. Und viele der Leidtragenden sind Kinder, die vollkommen ohne eigenes Verschulden noch vor der Geburt angesteckt wurden.
Hier haben die SOS-Kinderdörfer in den letzten Jahren durch Nachbarschaftshilfe der SOS-Einrichtungen aus sowie durch Aufklärungskampagnen neue Schwerpunkte in ihrer Arbeit vor Ort gesetzt.
Die SOS-Kinderdörfer in Äthiopien haben Erfolg. Viele Kinder haben ein neues Zuhause, wurden buchstäblich vor dem Verhungern gerettet und haben eine Zukunftsperspektive. Die Motivation, eine gute Ausbildung zu erhalten ist bei vielen Kindern sehr groß und nicht wenige sind von örtlichen Hermann-Gmeiner-Schulen aus in Universitäten in Swaziland oder Ghana aufgebrochen. Äthiopien braucht weiterhin die SOS-Kinderdörfer. Und damit auch Ihre Spende.