Im Mai 2003 erschütterte ein fürchterliches Erdbeben die Nordküste Algeriens, wo der Großteil der Bevölkerung lebte. SOS-Kinderdorf Algerien initiierte daraufhin ein Nothilfeprogramm und stellte den betroffenen Personen, die vorübergehend in Zelten leben mussten, Essenspakete, Hygieneartikel, Schlafsäcke, Radiatoren, Kleidung etc. zur Verfügung.
Das einstige Erdbeben hatte zur Folge, dass ein Großteil der Bevölkerung in die Armut abrutschte. SOS-Kinderdorf Algerien reagierte darauf mit einem Familienförderungsprogramm, welches im Jahre 2005 eingeführt wurde. Ziel dieses Programms ist es, Kindern, die Gefahr laufen, von ihrer Herkunftsfamilie getrennt zu werden, den Verbleib in ihrer Familie zu sichern. Um dies zu erreichen, arbeitet SOS-Kinderdorf Algerien direkt mit den Familien und den jeweiligen Gemeinden und stärkt sie in ihren Kapazitäten, die Kinder bestmöglich zu betreuen und zu schützen. Organisiert wird diese Präventivarbeit gemeinsam mit lokalen Behörden und anderen Sozialpartnern. Im Jahre 2008 wurde das Familienstärkungsprogramm auf die Regionen Tipaza und Tizi Ouzou ausgeweitet.
Zurzeit gibt es in Algerien ein SOS-Kinderdorf, eine SOS-Jugendeinrichtung, einen SOS-Kindergarten und drei SOS-Sozialzentren (Familienstärkungsprogramme).