Aktuelle Infos und Hintergründe über die SOS-Kinderdörfer.
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Die besondere Problematik der aus Gründen des traditionellen Glaubens verstoßenen Kinder führte dazu, dass 1994 die Idee für ein zweites SOS-Kinderdorf in Benin, und zwar im Norden des Landes, entstand. Daher wurde zwischen 1997 und 1999 das SOS-Kinderdorf Natitingou samt Kindergarten und Grundschule errichtet. Im August 1996 wurde der nationale SOS-Kinderdorf-Verein Benin als Rechtsträger der SOS-Kinderdorf-Arbeit vor Ort gegründet. Die schlechte Schulsituation im Land bewegte SOS-Kinderdorf außerdem zu einer Erweiterung seines Schulangebotes in Abomey-Calavi um eine höhere Sekundarschule mit Spezialisierung im künstlerisch/musischen Bereich, welcher in Westafrika, vor allem auch in Benin, eine besonders große Rolle spielt. Nachdem die zwei bestehenden SOS-Kinderdörfer einerseits ganz im Süden, andererseits ganz im Norden des Landes angesiedelt sind und der Bedarf weiterhin enorm groß ist, entstand im Jahr 2002 die Idee zur Errichtung eines dritten SOS-Kinderdorf-Projektes in Benin im Zentrum des Landes, und zwar in Dassa-Zoumé etwa 200 km von Cotonou entfernt. Dem Dorf, das 2006 in Betrieb gehen konnte ist ein SOS-Kindergarten, eine SOS-Hermann-Gmeiner-Schule und ein SOS-Sozialzentrum angeschlossen. Ab 2004 startete SOS-Kinderdorf Benin an den SOS-Kinderdorf-Standorten verschiedene Familienförderprogramme. Ziel dieser Programme ist es, Kindern, die Gefahr laufen, von ihrer Herkunftsfamilie getrennt zu werden, den Verbleib in ihrer Familie zu sichern. Um dies zu erreichen, arbeitet SOS-Kinderdorf Benin direkt mit den Familien und den jeweiligen Gemeinden und stärkt sie in ihren Kapazitäten, die Kinder bestmöglich zu betreuen und zu schützen. Organisiert wird diese Präventivarbeit gemeinsam mit lokalen Behörden und anderen Sozialpartnern.
Insbesondere der Norden von Benin ist von großer Armut gekennzeichnet – das Geld für Essen, Schulbildung und medizinischer Betreuung fehlt. SOS-Kinderdorf Benin versucht mit seinen SOS-Einrichtungen und Programmen, dieser prekären Lage entgegenzuwirken und beschloss, ein medizinisches Zentrum auf dem Gelände des SOS-Kinderdorfes Natitingou zu errichten. Gleichzeitig wurde das SOS- Kinderdorf um zwei Familienhäuser erweitert.
Zurzeit gibt es in Benin drei SOS-Kinderdörfer, drei SOS-Jugendeinrichtungen, drei SOS Kindergärten, vier SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen, vier SOS-Sozialzentren, zwei SOS-Medizinische Zentren, ein regionales Ausbildungszentrum für SOS-Kinderdorf-Mütter/Mitarbeiter.