Hauptstadt: Ouagadougou
Fläche: 274.200 km²
Bevölkerungszahl: 14 Millionen Einwohner (Stand Juli 2005)
Bevölkerungsgruppen: Mossi, Gurunsi, Lobi, Senufo, Bobo, Mande und Fulani
Amtssprache(n): Französisch
Religion(en): traditionelle Religionen, Islam, Römisch-katholische Kirche
Währung: 1 CFA-Franc = 100 Centimes
SOS-Kinderdorf-Aktivitäten im Land
Bereits 1980 versuchten Hermann Gmeiner, Gründer der SOS-Kinderdörfer, und der französische SOS-Kinderdorf-Verein, mit der SOS-Kinderdorf-Arbeit in Burkina Faso zu beginnen und ein Kinderdorf zu errichten. Aufgrund der äußerst instabilen politischen Lage war es aber SOS-Kinderdorf International zu diesem Zeitpunkt noch nicht möglich, im Land Fuß zu fassen. Erst im September 1993 konnte ein definitives Regierungsabkommen unterschrieben werden. Ein geeignetes Grundstück fand man 10 km nördlich des Zentrums der Hauptstadt Ouagadougou. Nachdem die Bauarbeiten im September 1995 begonnen hatten, besiedelten im April 1997 die ersten SOS-Kinder mit ihren Familien ihr SOS-Kinderdorf.
Der dem Kinderdorf angeschlossene, im September 1997 in Betrieb genommene SOS-Kindergarten wird gerne auch von der benachbarten Bevölkerung angenommen und gemeinsam mit den SOS-Kindern besucht. Gleichzeitig nahm auch die SOS-Hermann-Gmeiner-Schule, die anfangs noch in den Gebäuden des SOS-Kindergartens untergebracht war und ein wertvolles Bildungsangebot für die Kinder aus der Umgebung darstellt, ihren Betrieb auf. Seit der Errichtung eines eigenen, kleineren Gebäudes für den SOS-Kindergarten, im Oktober 1998 sind beide Einrichtungen räumlich getrennt. Am zweiten SOS-Standort des Landes in Bobo-Dioulasso, begannen im Juni 2002 die Bauarbeiten für das SOS-Kinderdorf Dafra mit angeschlossenem SOS Kindergarten und einer SOS-Hermann-Gmeiner-Schule. Im März 2004 konnten die ersten Kinder in ihr neues Zuhause im SOS-Kinderdorf einziehen.
Am 11. März 2006 wurde der nationale Verein von Burkina Faso gegründet.
Im Jahre 2007 startete SOS-Kinderdorf Burkina Faso ein Familienförderprogramm in Dafra. Ziel dieses Programms ist es, Kindern, die Gefahr laufen, von ihrer Herkunftsfamilie getrennt zu werden, den Verbleib in ihrer Familie zu sichern. Um dies zu erreichen, arbeitet SOS-Kinderdorf Burkina Faso direkt mit den Familien und den jeweiligen Gemeinden und stärkt sie in ihren Kapazitäten, die Kinder bestmöglich zu betreuen und zu schützen. Organisiert wird diese Präventivarbeit gemeinsam mit lokalen Behörden und anderen Sozialpartnern.
Zurzeit gibt es in Burkina Faso zwei SOS-Kinderdörfer, eine SOS-Jugendeinrichtung, zwei SOS-Kindergärten, zwei SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen und ein SOS-Sozialzentrum.