Das SOS-Kinderdorf Aboisso liegt auf einer Hügelkuppe, am Rande der Stadt. Das Gelände erstreckt sich über 14 ha und grenzt an den Urwald. Die pastellfarbenen Familienhäuser bilden ein großes Oval, in dessen Mitte fünf Strohhütten und ein kleines Freilichttheater stehen. Das SOS-Kinderdorf Aboisso besteht aus 10 Familienhäusern, die ca. 100 Kinder aufnehmen können. Es verfügt außerdem über ein Verwaltungsgebäude, eine kleine Krankenstation, in der ein Arzt, der regelmäßig das SOS-Kinderdorf besucht, die medizinische Behandlung und Kontrolle der Kinder gewährleistet. Das Kinderdorf umfasst außerdem eine kleine, auf die Schaf- und Bienenzucht sowie den Kaffee- und Palmenanbau spezialisierte Landwirtschaft.
Das SOS-Kinderdorf verfügt auch über einen Kindergarten und eine Grundschule. Der SOS-Kindergarten hat eine Aufnahmekapazität von 150 Kindern und sechs Klassenräume und ging im Februar 1983 in Betrieb. In der Hermann-Gmeiner-Grundschule können bis zu 210 Kinder unterrichtet werden. Sie besteht aus sechs Klassenräumen, zwei Räumen für den Anschauungsunterricht, einer Bibliothek, einer Computerecke, einer Kantine und mehreren Büros. Sie wurde im Oktober 1994 mit der finanziellen Unterstützung des dänischen SOS-Kinderdorf-Vereins in Betrieb genommen. Die beiden Schulgebäude können neben den Kindern aus dem SOS-Kinderdorf auch von jenen aus den umliegenden Gemeinden besucht werden.
Im Rahmen des Programms zur Eingliederung der Kinder in die Gesellschaft und das Berufsleben wurde eine SOS-Jugendeinrichtung gegründet, die sie auf ihrem Weg in die Unabhängigkeit unterstützen soll. Neben dem Jugendhaus mit einer Aufnahmekapazität von 16 Jugendlichen wurden auch Wohnungen angemietet, damit die Jugendlichen sich in einem persönlicheren Rahmen unter dem wachsamen Auge ihrer Betreuer auf ein Leben in Unabhängigkeit vorbereiten können.
Im Rahmen des oben genannten Programms zur Betreuung von an AIDS erkrankten Menschen und ihren Familien (insbesondere ihren Kindern) befindet sich seit August 2004 ein Sozialzentrum in Betrieb. Das Sozialzentrum ist so konzipiert, dass es insgesamt 100 Kinder aus in Not geratenen Familien aufnehmen kann. Es bietet den Bewohnern aus den umliegenden Gemeinden die Möglichkeit, von Aufklärungsbesuchen zu profitieren und unterstützt die von der Krankheit betroffenen Menschen und ihre Familien mit Nahrungsmitteln und Medikamenten sowie finanziellen Mitteln, wie etwa Beihilfen für den Schulbesuch der Kinder oder punktuelle Zahlungen.