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    • > Bürgerkrieg in Kongo

      "Rape Victims’ Words Help Jolt Congo Into Change" - Reportage (engl.) von Jeffrey Gettleman

SOS-Kinderdörfer Wo wir helfen Afrika Kongo, Demokratische Republik

Demokratische Republik Kongo - Übersicht 

BukavuKinshasaUvira
Hauptstadt: Kinshasa
Fläche: 2.345.410 km²
Bevölkerungszahl: 60,1 Millionen (Stand Juli 2005)
Bevölkerungsgruppen: Bantuvölker, Sudangruppen, Niloten, Pygmäen und Hamiten
Amtssprache(n): Französisch
Religion(en): christliche Religionen
Währung: 1 Kongo-Franc = 100 Centimes

SOS-Kinderdorf-Aktivitäten im Land


Nach einer Revolte, die das Land sozial und politisch geschwächt hatte, begann SOS-Kinderdorf International 1987 mit seiner Arbeit in Zaire, dem heutigen Kongo. Im selben Jahr konnte ein Kooperationsabkommen zwischen der Regierung des Kongo und SOS-Kinderdorf International unterzeichnet werden. 1989 besiedelten die ersten Kinder ihr SOS-Kinderdorf in der Stadt Bukavu im Osten des Landes am Ufer des Kivu-Sees.

Der dem Kinderdorf angeschlossene Kindergarten und die SOS-Hermann-Gmeiner-Schule stellen eine wichtige Maßnahme im Bildungsbereich dar und sind sowohl den SOS-Kindern als auch den Kindern der Nachbarschaft zugänglich. 1994 ging die erste SOS-Jugendeinrichtung in Bukavu in Betrieb, wo die dem SOS-Kinderdorf entwachsenen Jugendlichen betreut und auf ein selbständiges Leben vorbereitet werden. Im selben Jahr, zwei Monate nach Ausbruch des fatalen Bürgerkrieges im benachbarten Ruanda, mussten die Kinder des dortigen SOS-Kinderdorfes in Gikongoro vorübergehend ihre Heimat verlassen und fanden Aufnahme im SOS-Kinderdorf Bukavu.

1996 kam es erneut zu erbitterten Kämpfen im Kongo, im Zuge derer das SOS-Kinderdorf Bukavu durch eine Truppe des Militärs für kurze Zeit besetzt wurde. Wenig später wurde als Notmaßnahme für die Bevölkerung der Umgebung eine kleine Krankenstation errichtet, die sich aufgrund des anhaltenden Bedarfs mittlerweile zu einer permanenten Einrichtung entwickelt hat.

Aufgrund der Unruhen in der Region Süd-Kivu errichtete SOS-Kinderdorf 1997 in Uvira, ca.130 km südlich von Bukavu am Nordufer des Tanganyikasees, ein SOS-Nothilfekinderdorf mit Kindergarten und Schule für 250 Kinder ein, deren Eltern Opfer des Bürgerkrieges geworden waren. Nachdem nur ein kleiner Teil der Kinder aus dem Nothilfekinderdorf in Uvira in ihre Familien zurückgeführt werden konnte und die Anfragen um Aufnahmen von Kindern weiterhin rasant stiegen, wurde der Bau einer permanenten Einrichtung beschlossen. Ende August 2006 konnten die Kinder ihr neues Heim besiedeln.

Ab 2004 startete SOS-Kinderdorf Familienförderprogramme. Ziel dieser Programme ist es, Kindern, die Gefahr laufen, von ihrer Herkunftsfamilie getrennt zu werden, den Verbleib in ihrer Familie zu sichern. Um dies zu erreichen, arbeitet SOS-Kinderdorf direkt mit den Familien und den jeweiligen Gemeinden und stärkt sie in ihren Kapazitäten, die Kinder bestmöglich zu betreuen und zu schützen. Organisiert wird diese Präventivarbeit gemeinsam mit lokalen Behörden und anderen Sozialpartnern.

Aufgrund des Krieges und der äußerst schwachen Wirtschaftslage des Landes sind die Möglichkeiten, eine passende Arbeit zu finden, immer seltener. Das Erziehungssystem hat sich ebenfalls aufgrund eines Mangels an Wartung verschlechtert. Es ist für die SOS-Jugendlichen sehr schwierig, eine passende Arbeit zu finden und selbständig zu werden. In der Folge können sie sich kaum selber versorgen. Aus diesem Grund wurde das SOS Berufsbildungszentrum gebaut, um den SOS Jugendlichen aus Bukavu, Uvira und möglicherweise Rwanda und Burundi sowie denen der umliegenden Gemeinschaft zu dienen. Die Erweiterung dieser Einrichtung um ein Zentrum für Entwicklung des Unternehmertums „Centre for Youth Entrepreneurship Development“ soll das passende Umfeld für den Start von Mikro-Unternehmen in den verschiedensten Gewerbebereichen bilden und somit die berufliche Selbständigkeit der jungen Menschen fördern.

Eines der schwerwiegendsten Konsequenzen der Kriege in Kongo ist die Migration in die Städte: Kinshasa konzentriert alle Probleme einer sich entwickelnden Weltmetropole: Hunger, Krankheiten, Arbeitslosigkeit, Armut. Die unmittelbare Konsequenz ist eine große Zahl an verlassenen Kindern, die auf der Straße lebt. So wird das SOS-Kinderdorf in Kinshasa für 150 Kinder ein neues Heim darstellen.

Zurzeit gibt es drei SOS-Kinderdörfer in der Demokratischen Republik Kongo, zwei SOS-Jugendeinrichtungen, drei SOS-Kindergärten, drei SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen, ein SOS- Berufsbildungszentrum, drei SOS-medizinische Zentren und drei SOS-Sozialzentren.


Länderinformation über die Dem. Rep. Kongo

SOS-Kinderdorf-Aktivitäten im Land


Die Demokratische Republik Kongo gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Und das, obwohl die Region über die größten Naturreichtümer Afrikas verfügt. Doch die jahrelang andauernden Bürgerkriege haben dem Land und den Menschen schwer zugesetzt.

Im Jahr 1987 begannen die SOS-Kinderdörfer mit ihrer Arbeit in Zaire, dem heutigen Kongo. Im selben Jahr konnte ein Kooperationsabkommen zwischen der Regierung und SOS-Kinderdorf International unterzeichnet werden, das noch heute die Grundlage unserer Arbeit im Land ist. Kurz nach der Unterzeichnung begannen die Bauarbeiten am ersten Kinderdorf. Es wurde in der Stadt Bukavu im Osten des Landes am Ufer des Kivu-Sees gebaut. Heute leben hier fast 140 Kinder gemeinsam mit ihren SOS-Kinderdorf-Müttern.

Der dem Kinderdorf Bukavu angeschlossene Kindergarten und die SOS-Hermann-Gmeiner-Schule sind wichtige Einrichtungen in der Region und stehen sowohl den SOS-Kindern als auch den Kindern der Nachbarschaft offen. 1994 öffnete das erste SOS-Jugendhaus in Bukavu seine Pforten. Im selben Jahr, zwei Monate nach Ausbruch des Bürgerkrieges im benachbarten Ruanda, mussten die Kinder des dortigen SOS-Kinderdorfes in Gikongoro vorübergehend ihre Heimat verlassen und wurden im SOS-Kinderdorf Bukavu aufgenommen.

Im Jahr 1996 kam es im Kongo abermals zu erbitterten Kämpfen zwischen Rebellen Regierungstruppen. Damals wurde das SOS-Kinderdorf Bukavu für kurze Zeit durch eine Truppe des Militärs besetzt. Wenig später eröffnete das SOS-Kinderdorf Bukavu eine kleine Krankenstation, um die vom Bürgerkrieg geplagten Menschen aus der Umgebung mit dem Nötigsten zu versorgen. Diese Einrichtung wurde in den folgenden Jahren ausgebaut und ist heute ein wichtiges medizinisches Zentrum in der Region.

Als es im Jahr 1997 in der Region Süd-Kivu erneut zu heftigen Unruhen kam, bauten die SOS-Kinderdorf in der Stadt Uvira ein SOS-Nothilfekinderdorf mit Kindergarten und Schule für etwa 250 Kinder: In erster Linie für Kinder deren Eltern Opfer des grausamen Bürgerkrieges geworden waren. In den folgenden Jahren wurde das Nothilfekinderdorf, das in aller Eile entstand, zu einer dauerhaften SOS-Einrichtung ausgebaut.

Die SOS-Kinderdörfer in der Demokratischen Republik Kongo unterstützen bedürftige Familien in ihren Nachbarschaften. Viele davon sind durch HIV/Aids in Not geraten. Die SOS-Familienhilfe unterstützt Kinder und ihre Eltern z.B. durch Medikamente, Schulgebühren und Selbsthilfeprojekte.

Zur Zeit gibt es zwei SOS-Kinderdörfer in der Demokratischen Republik Kongo, zwei SOS-Jugendeinrichtungen, zwei SOS-Kindergärten, zwei SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen und ein SOS-medizinisches Zentrum.

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