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SOS-Kinderdörfer Wo wir helfen Afrika Kongo, Demokratische Republik Uvira

SOS-Kinderdorf Uvira 

Photo: Mischa Haller
Photo: Mischa Haller
 
Die Stadt Uvira befindet sich in der Provinz Süd-Kivu, 124 km südlich von Bukavu, der Provinzhauptstadt. Bukavu liegt am nördlichsten Rand des Tanganika Sees, gegenüber der Stadt Bujumbura, der Hauptstadt Burundis. Auf Grund ihrer strategischen Lage am See, der eine direkte Verbindung zwischen den Städten Uvira, Bujumbura in Burundi, Kigoma in Tansania und Mpulungu in Sambia darstellt, war Uvira immer Ausgangspunkt vieler Konflikte, welche die Entwicklung dieser Region der Demokratische Republik Kongo charakterisieren.

Das SOS-Kinderdorf Uvira befindet sich in einem Vorort der Stadt und besteht aus 15 Familienhäusern mit einer Aufnahmekapazität von bis zu 150 Kindern. Es verfügt über ein Dorfleiterhaus, ein Verwaltungsgebäude und ein Haus für sogenannte SOS-Tanten (SOS-Kinderdorf-Mütter in Ausbildung, welche die SOS-Kinderdorf-Mütter tatkräftig unterstützen).

 Das SOS-Kinderdorf verfügt auch über einen Kindergarten und eine Grundschule. Beide gingen im Oktober 2000 in Betrieb und wurden mittlerweile bereits einmal renoviert, die Renovierung wurde im September 2006 abgeschlossen. Der SOS-Kindergarten hat eine Aufnahmekapazität von 75 Kindern in drei Klassenräume. Der Kindergarten verfügt über einen Mehrzwecksraum, ein Sekretariat, das Büro der Direktorin und einen Archivraum. In der SOS-Hermann-Gmeiner-Grundschule können bis zu 210 Kinder unterrichtet werden. Sie besteht aus sechs Klassenräumen, einer Bibliothek, einem Versammlungsraum für die Lehrer und mehreren Büros. Die beiden Schulgebäude können neben den Kindern aus dem SOS-Kinderdorf auch von jenen aus den umliegenden Gemeinden besucht werden.

 Seit Januar 2005 bietet ein SOS-Sozialzentrum HIV-infizierten und an AIDS erkrankten Personen  sowie deren Familien und insbesondere deren Kindern Hilfestellung. Das SOS-Sozialzentrum kann bis zu 100 Kinder aus betroffenen Familien betreuen und unterstützen und die Mitarbeiter halten in den umliegenden Gemeinden auch Informationsvorträge zum Thema AIDS ab. Betroffene Familien erhalten Medikamente, Nahrungsmittel und finanzielle Unterstützung, etwa in Form von Schulstipendien für die Kinder.

Im September 2006 wurde auch ein SOS-medizinisches Zentrum eröffnet, um der Bevölkerung medizinische Versorgung zur Verfügung zu stellen und lokale Präventionsmaßnahmen zu fördern. Das Zentrum verfügt über zwei Untersuchungszimmer, einen Behandlungsraum, einen Empfangs- und Verwaltungsbereich, zwei Laborräume und eine Apotheke. Monatlich können dort bis zu 1.400 Patienten betreut werden.

 SOS-Jugendeinrichtungen sollen die Jugendlichen auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit begleiten und ihre Eingliederung in die Gesellschaft und das Berufsleben erleichtern. Sie wurden zwischen September 1999 (für Burschen) und August 2004 (für Mädchen) eröffnet und ermöglichen es den Jugendlichen, sich unter Anleitung von Pädagogen gezielt auf ihre Verselbstständigung vorzubereiten. Vier Häuser mit je acht Zimmern wurden angemietet und beherbergen bis zu 62 Jugendliche.


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