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SOS-Kinderdörfer Wo wir helfen Afrika Ghana Asiakwa

SOS-Kinderdorf Asiakwa 

Foto: Alexander Gabriel
Foto: Alexander Gabriel
 
Aufgrund des großen Bedarfs an Betreuungseinrichtungen für alleingelassene und verwaiste Kinder im ländlichen Raum wurde Anfang der 90er Jahre der Beschluss gefasst, in Asiakwa, etwa 100 km nordöstlich der Hauptstadt Accra entfernt, ein zweites SOS-Kinderdorf in Ghana zu errichten. Asiakwa ist von Accra aus in etwa zwei Stunden zu erreichen. Die Bezirkshauptstadt Kibi liegt ca. 20 km entfernt. Das SOS-Kinderdorf Asiakwa wurde im November 1993 durch den Staatspräsidenten J. J. Rawlings und dem damaligen Generalsekretär von SOS-Kinderdorf International eröffnet.

Das SOS-Kinderdorf Asiakwa wurde auf einem Hügel in einer wunderschönen Hügellandschaft errichtet. Die architektonische Ausgestaltung wurde dem Baustil der Umgebung angepasst. Es besteht aus zwölf Familienhäusern, einem Dorfleiterhaus, einem Gästehaus, einem Gemeinschaftshaus, Verwaltungs- und Servicebereich sowie einem Sport- und Spielplatz.

Mit der Fertigstellung des SOS-Kinderdorfes wurde auch der SOS-Kindergarten in Betrieb genommen. Er besteht aus zwei Gruppenräumen, einem Klassenraum für Individualförderung und diversen Nebenräumen. Zurzeit wird der SOS-Kindergarten von 50 Kindern aus dem SOS-Kinderdorf und seiner Umgebung besucht.

Ab dem Alter von ca. 15 Jahren werden die SOS-Jugendlichen, je nach Bedarf, in angemieteten Wohnungen untergebracht. Das Leben in diesen SOS-Wohngemeinschaften bietet den Jugendlichen ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit. Sie werden lediglich von einem Erzieher betreut. Die Aufnahme in einer SOS-Wohngemeinschaft bedeutet für die Jugendlichen einen wichtigen Schritt in Richtung Verselbständigung, wobei die SOS-Mütter, die Dorfleiter und Psychologen sie sorgfältig auf diesen Schritt vorbereiten. Der Aufenthalt in einer SOS-Wohngemeinschaft wird mit ca. vier Jahren angesetzt. Jugendliche die noch in Ausbildung stehen oder auf Arbeitssuche sind, können aber auch länger bleiben.

Die SOS-Hermann-Gmeiner Grundschule wurde gleichzeitig mit dem SOS-Kinderdorf in Betrieb genommen. Sie wird zurzeit von 210 Schülern und Schülerinnen aus dem SOS-Kinderdorf und seiner Umgebung besucht. Sie umfasst 6 Klassenräume, Administration, Mehrzwecksaal und Speisesaal. 1996 wurde sie durch die SOS-Hermann-Gmeiner-Sekundarschule, die drei Klassenräume und einige Nebenräume umfasst, ergänzt.

Aufgrund der mangelhaften medizinischen Versorgung im Umfeld des SOS-Kinderdorfes Asiakwa wurde im Mai 1992 das SOS-medizinische Zentrum in Betrieb genommen. Es besteht aus einem Behandlungsraum, einem Konsultationsraum, einer Station für infektiöse und nichtinfektiöse Krankheiten (zwei Zimmer mit je vier Betten), Apotheke und Rezeption, Warteraum, Sanitäranlagen. Pro Jahr werden im SOS-medizinischen Zentrum etwa 750 Patienten betreut.

Das SOS-Sozialzentrum bietet seit seiner Gründung im Mai 2004 Serviceleistungen in folgenden Bereichen an: Familienstärkungsprogramm mit HIV/Aids-Aufklärungsarbeit in betroffenen Gebieten, Unterstützung der durch HIV/Aids-Betroffenen mit Lebensmitteln, Medikamenten, Schulstipendien, Unterstützung beim Aufbau von Selbsthilfeprojekten.



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