Hauptstadt: Conakry
Fläche: 245.860 km²
Bevölkerungszahl: 9,5 Millionen Einwohner (Stand Juli 2005)
Bevölkerungsgruppen: Fulbe, Malinke, Sussu
Amtssprache(n): Französisch
Religion(en): Muslime, Naturreligionen, Christen
Währung: 1 Guinea-Franc = 100 Centimes
SOS-Kinderdorf-Aktivitäten im Land
Die politische Liberalisierung in Guinea und die verstärkte Sozialpolitik zugunsten der Kinder in Not während der Jahre 1984/1985 ermöglichten es SOS-Kinderdorf International, auch in Guinea tätig zu werden. Nach der Unterzeichnung eines Kooperationsabkommens mit der Regierung im Dezember 1985 erhielt SOS-Kinderdorf kostenlos ein Grundstück, etwa 25 km östlich vom Stadtzentrum von Conakry. So entstand von 1987 bis 1989 das erste SOS-Kinderdorf mit angeschlossenem Kindergarten und Schule in Conakry. Im Dezember 1989 bezogen die ersten Kinder ihr neues Zuhause.
1993 erhielt SOS-Kinderdorf ein weiteres Gründstück zur Erweiterung seiner Aktivitäten in Guinea im äußersten Südosten des Landes, im Bezirk Gbangana, in der Nähe der Provinzstadt N'Zérékoré. Dort entstand 1999/2000 das SOS-Kinderdorf mit Kindergarten und Schule N'Zérékoré. Ab Oktober 2000 führte ein nationaler SOS-Kinderdorf-Verein als Rechtsträger die SOS-Kinderdorf-Arbeit in Guinea. Nachdem die ersten Jugendlichen dem SOS-Kinderdorf Conakry entwachsen waren, entstand 1995 eine SOS-Jugendeinrichtung in einem angemieteten Haus in Conakry. SOS-Kinderdorf Guinea führte über die Jahre hinweg auch verschiedene Nachbarschaftshilfemaßnahmen durch und war unter anderem an der Lebensmittelversorgung des evakuierten SOS-Kinderdorfes Bissau beteiligt.
Zurzeit gibt es in Guinea drei SOS-Kinderdörfer, eine SOS-Jugendeinrichtung, drei SOS-Kindergärten, vier SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen und 2 SOS-Sozialzentren. Im Jahr 2002 entstand die Idee, ein drittes SOS-Kinderdorf in Guinea zu errichten, und zwar in Kankan, der zweitgrößten Stadt des Landes, etwa 520 km von Conakry entfernt. Im Jahr 2003 wurden auch verschiedene Nachbarschaftshilfsaktivitäten in allen SOS-Kinderdörfern in Guinea verstärkt. Im Besonderen entstand ab Oktober 2003 in Conakry in Zusammenarbeit mit einer Frauenvereinigung ein Alphabetisierungs- und Schulungsprogramm für Erwachsene, vor allem für Frauen. Im März 2005 wurde mit den Vorbereitungen für das vierte Kinderdorf in Labe begonnen.
Zurzeit gibt es in Guinea drei SOS-Kinderdörfer, eine SOS-Jugendeinrichtung, drei SOS-Kindergärten, vier SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen und 2 SOS-Sozialzentren.
Website von SOS-Kinderdorf Guinea
(verfügbar auf Englisch und Französisch)