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Angesichts des immer größer werdenden Problems der Straßenkinder in Mindelo (Insel São Vicente), bat die Regierung von Kap Verde im Jahre 2005 um internationale Hilfe. Die Straßenkinder in Mindelo sind ihrer feindlichen Umgebung schutzlos ausgeliefert und häufig Opfer von Kindesmisshandlung, Ausbeutung, etc. Während des Besuches des Präsidenten von SOS Kinderdorf International, Herrn Kutin, im Jahr 2005, wurde das Problem mit Regierungsvertretern diskutiert und ein Präventionsprogramm zu dessen Bewältigung vereinbart. Noch im selben Jahr wurde ein SOS Familienstärkungsprogramm für 111 Kinder erfolgreich ins Leben gerufen. Im Juni 2006 wurde der Grundstein des SOS-Sozialzentrums São Vicente gelegt, das schließlich im April 2008 in Betrieb genommen werden konnte.
Das SOS-Sozialzentrum bietet Straßenkindern medizinische und psychologische Hilfe und steht ihnen beratend zur Seite. Neben den vier Klassenräumen verfügt es auch über eine Kantine, sanitäre Einrichtungen und Notunterkünfte. Zusätzlich zur schwerpunktmäßigen Hilfe für Straßenkinder fungiert das SOS-Sozialzentrum als Erholungs- und Bildungszentrum für Jugendliche aus São Vicente. Bücherei, Internetanschluss und Fortbildungskurse stehen (gegen einen geringen Unkostenbeitrag) so einem größeren Kreis von Jugendlichen zur Verfügung wodurch ihre soziale Integration beschleunigt wird.
2006 wurden in Kap Verde zwei partnerschaftliche Abkommen unterzeichnet, die aus den neuen strategischen Initiativen von SOS Kinderdorf International zur Verhinderung von Kindesaussetzung hervorgegangen sind. Das erste wurde zwischen SOS-Kinderdorf Cape Verde und den Kinderhilfsorganisationen "Cape Verde Institute of Minors", "Foundation Happy Children", "Cape Verde Solidarity Foundation" und der "Vereinigung Children In Need" vereinbart. Das zweite derartige Abkommen wurde zwischen dem SOS Kinderdorf Assomada und der Caritas Santa Catarina abgeschlossen. Im Rahmen dieser Programme werden Familien aus der Gemeinde Ribeiro Chiqueiro unterstützt und geschult, Mikrounternehmen erfolgreich zu führen und Kreditansuchen zu stellen.
Die Ende der 80er Jahre einsetzende Landflucht führte zu einer Bevölkerungskonzentration rund um die Hauptstadt Praia. Viele Menschen leben dort auf engem Raum unter unzumutbaren sozialen Bedingungen, viele Kinder haben keinen Zugang zu Schulbildung. Das hohe Bevölkerungswachstum verbunden mit hoher Arbeitslosigkeit und kargen Lebensbedingungen verschärften die Situation. Eine der Begleiterscheinungen war die ständig steigende Zahl von verwaisten und verlassenen Kindern. Aufgrund der ausgezeichneten Zusammenarbeit mit der Regierung von Kap Verde und der Sicherstellung der Finanzierung des Projektes wurde schließlich im Jahr 2000 die Errichtung des SOS-Kinderdorfes São Domingos beschlossen. Der Bau des SOS-Kinderdorfes wurde 2001 auf einem von den Behörden Kap Verdes kostenlos zur Verfügung gestellten Grundstück in São Domingos begonnen und 2003 fertig gestellt. Im März 2003 zogen die ersten Kinder mit ihren SOS-Müttern und der Dorfdirektor in ihr neues Zuhause. Dem SOS-Kinderdorf wurden ein SOS-Kindergarten und ein SOS-Jugendhaus (in Bau) angeschlossen. Das SOS-Kinderdorf São Domingos liegt auf einem recht steilen, mit Bäumen neu bepflanzten Hügel, wenige Kilometer außerhalb von São Domingos. Es wurde am 5. Oktober 2004 durch den Premierminister von Kap Verde, Herrn José Maria Neves, den Kooperationsminister von Luxemburg, Herrn Jean-Louis Schiltz, und Frau Barbara François, Vizepräsidentin von SOS-Kinderdorf International feierlich eröffnet. Das SOS-Kinderdorf besteht aus acht Familienhäusern - in denen zurzeit 80 Kinder untergebracht sind - einem Dorfleiterhaus, SOS-Tantenhaus (SOS-Tanten kümmern sich während der Abwesenheit der SOS-Mütter um die Kinder), Verwaltungs- und Servicebereich und Sportplatz. Der SOS-Kindergarten wurde gleichzeitig mit dem SOS-Kinderdorf in Betrieb genommen. In den beiden Gruppenräumen werden zurzeit insgesamt 50 Kinder aus dem SOS-Kinderdorf und seiner Umgebung betreut. Im November 2010 wurde der Bau des SOS-Jugendhauses begonnen. Nach Fertigstellung wird es über vier Jugendzimmer, Freizeitraum, zwei Esszimmer, zwei Lagerräume, zwei Küchen, zwei Waschräume (Wäsche), zwei Bäder, Wohnung für Jugendleiter und Veranda verfügen. Es wird Platz für 16 Jugendliche sein.
Das SOS-Kinderdorf São Domingos liegt auf einem recht steilen, mit Bäumen neu bepflanzten Hügel, wenige Kilometer außerhalb von São Domingos. Es wurde am 5. Oktober 2004 durch den Premierminister von Kap Verde, Herrn José Maria Neves, den Kooperationsminister von Luxemburg, Herrn Jean-Louis Schiltz, und Frau Barbara François, Vizepräsidentin von SOS-Kinderdorf International feierlich eröffnet. Das SOS-Kinderdorf besteht aus acht Familienhäusern - in denen zurzeit 80 Kinder untergebracht sind - einem Dorfleiterhaus, SOS-Tantenhaus (SOS-Tanten kümmern sich während der Abwesenheit der SOS-Mütter um die Kinder), Verwaltungs- und Servicebereich und Sportplatz. Der SOS-Kindergarten wurde gleichzeitig mit dem SOS-Kinderdorf in Betrieb genommen. In den beiden Gruppenräumen werden zurzeit insgesamt 50 Kinder aus dem SOS-Kinderdorf und seiner Umgebung betreut.
Im November 2010 wurde der Bau des SOS-Jugendhauses begonnen. Nach Fertigstellung wird es über vier Jugendzimmer, Freizeitraum, zwei Esszimmer, zwei Lagerräume, zwei Küchen, zwei Waschräume (Wäsche), zwei Bäder, Wohnung für Jugendleiter und Veranda verfügen. Es wird Platz für 16 Jugendliche sein.