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      Alltag im SOS-Kinderdorf Mombasa

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SOS-Kinderdorf Mombasa 

Foto: Alexander Gabriel
Foto: Alexander Gabriel
 
Mombasa ist eine geschäftige Hafenstadt mit rund 400.000 Einwohnern und ein modernes Touristenzentrum. Zum Stadtbild gehören allerdings auch die ausgedehnten Elendsviertel am Stadtrand. Der Bau des SOS-Kinderdorfes Mombasa konnte 1979 fertig gestellt werden. Im selben Jahr zogen auch die ersten Kinder mit ihren SOS-Müttern ein.

Das SOS-Kinderdorf Mombasa entstand am nördlichen Ufer der Bucht von Mombasa, 500 m von der Küste entfernt. Es umfasst 12 Familienhäuser, ein Dorfleiterhaus, Personalwohnungen, SOS-Tantenhaus (SOS-Tanten kümmern sich in Abwesenheit der SOS-Mütter um die Kinder) und Verwaltungs- und Servicebereich. Zu jedem Familienhaus gehört ein kleiner Garten, in dem Obst und Gemüse angebaut wird. Durch die Haltung von Ziegen, Kühen und Gänsen wird zudem ein wesentlicher Beitrag zur Selbstversorgung des Dorfes geleistet. Im SOS-Kinderdorf Mombasa sind zurzeit 120 Kinder untergebracht.

Der dem SOS-Kinderdorf Mombasa angeschlossene SOS-Kindergarten wurde 1979 eröffnet. Er besteht aus vier Gruppenräumen, Spielplatz und mehreren Nebenräumen. Zurzeit wird der SOS-Kindergarten von 100 Kindern aus dem SOS-Kinderdorf und seiner Umgebung besucht.

1995 wurde in Maweni, ca. 4 km vom SOS-Kinderdorf entfernt, ein Jugendhaus für ältere Jugendliche angemietet, die die SOS-Kinderdorfgemeinschaft bald verlassen werden. In der Zwischenzeit sind insgesamt sechs SOS-Jugendhäuser entstanden. Der Umzug vom SOS-Kinderdorf in ein SOS-Jugendhaus erfolgt im Alter von ca. 15 Jahren. Das Leben in den SOS-Jugendhäusern bietet den Jugendlichen ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit. Sie werden lediglich von einem Erzieher betreut. Die Aufnahme im Jugendhaus bedeutet für die Jugendlichen einen wichtigen Schritt in Richtung Verselbständigung, wobei die SOS-Mütter, die Dorfleiter und Psychologen sie sorgfältig auf diesen Schritt vorbereiten. Der Aufenthalt in einem Jugendhaus wird mit ca. vier Jahren angesetzt. Jugendliche die noch in Ausbildung stehen oder auf Arbeitssuche sind, können aber auch länger bleiben.

Die SOS-Hermann-Gmeiner-Grundschule hat sich seit ihrer Gründung im Jahre 2001 zu einer unverzichtbaren Bildungseinrichtung entwickelt. Sie wird zurzeit von ca. 480 Schülern und Schülerinnen aus dem SOS-Kinderdorf und seiner Umgebung besucht. Sie umfasst 16 Klassenräume, Bibliothek, Mehrzweckhalle und Verwaltungsbereich.



Das Dorf im Überblick

Das SOS-Kinderdorf in Mombasa öffnete 1979 seine Pforten. 120 Mädchen und Jungen wachsen dort in ihrer SOS-Familie auf. Das Dorf umfasst 13 Familienhäuser, in denen die Kinder zusammen mit ihren SOS-Müttern leben.

Diese SOS-Zusatzeinrichtungen gehören zum Kinderdorf Mombasa:

  • SOS-Kinderdorf Mombasa - Foto: Alexander Gabriel SOS-Kinderdorf Mombasa - Foto: Alexander Gabriel SOS-Kindergarten: In vier Gruppenräumen werden bis zu 100 Kinder aus dem SOS-Kinderdorf und seiner Nachbarschaft betreut. Zum Kindergarten gehört auch ein Spielplatz.
  • SOS-Jugendwohneinrichtung: Im Alter von etwa 15 Jahren ziehen SOS-Kinder in eines der sechs angeschlossenen Jugendhäuser des Dorfs. Dort wohnen sie, während sie eine Ausbildung machen oder eine weiterführende Schule besuchen.
  • SOS-Hermann-Gmeiner-Grundschule: Etwa 480 Schüler - SOS-Kinder sowie Mädchen und Jungen aus bedürftigen Nachbarsfamilien - besuchen dort den Unterricht. Die Schule umfasst 16 Klassenräume sowie eine Bibliothek und Mehrzweckhalle.

Seit Dezember 2008 unterstützt die SOS-Familienhilfe bedürftige Familien in der Nachbarschaft des Kinderdorfs.  Ziel der SOS-Familienhilfe ist es, Familien in akuter Not zu stärken und damit zu verhindern, dass Kinder verlassen werden.

  • Eltern erhalten Nahrungshilfen und Beihilfen für die Schulbildung ihrer Kinder.
  • Die meist verwitweten Mütter werden von den SOS-Sozialarbeitern in Erziehungsfragen beraten.
  • Mit Weiterbildungsprogrammen und mit Kleinkrediten wird Ihnen ermöglicht die Versorgung ihrer Familie wieder in die eigene Hand zu nehmen.

Ein Blick ins Dorf und seine Nachbarschaft

Mombasa ist eine geschäftige Hafenstadt mit rund 400.000 Einwohnern. Zum Stadtbild gehören allerdings auch die ausgedehnten Elendsviertel am Stadtrand. Aids, Malaria, Hunger und bittere Armut lassen in Mombasa unzählige Familien zerbrechen.

Das SOS-Kinderdorf Mombasa entstand am nördlichen Ufer der Bucht von Mombasa, 500 Meter von der Küste entfernt. Zu jedem Familienhaus gehört ein kleiner Garten, in dem die SOS-Familien Obst und Gemüse anbauen. Durch die Haltung von Ziegen und Kühen wird zudem ein wesentlicher Beitrag zur Selbstversorgung des Dorfes geleistet.

Seit Kurzem gibt es im Kinderdorf einen Kinder-Rat: Die Mädchen und Jungen, die dem Rat angehören, werden von den SOS-Kindern gewählt und entscheiden über gemeinsame Freizeitaktivitäten.

Die SOS-Hermann-Gmeiner-Grundschule, die Nachbarskindern offen steht, hat sich seit ihrer Gründung im Jahre 2001 zu einer unverzichtbaren Bildungseinrichtung in Mombasa entwickelt. Aufgrund des hohen pädagogischen Standards sind die Leistungen der Schüler überdurchschnittlich gut.

Zum Film: Solarenergie für das SOS-Kinderdorf Mombasa

In Kenia bricht die Stromversorgung selbst in den „besseren Wohngegenden" mehrfach am Tag zusammen: Das heißt mittags kein warmes Essen oder abends kein Licht. 80 Prozent der Haushalte haben gar keinen Strom. Die SOS-Kinderdörfer haben nun im Kinderdorf Mombasa eine große Solaranlage gebaut. Sie ist die drittgrößte in Ostafrika und hat 60 kWp. So werden nicht nur das SOS-Kinderdorf, die Hermann-Gmeiner-Schule und der SOS-Kindergarten mit Solarstrom versorgt, sondern auch die Umgebung. Denn der Strom wird ins kenianische Netz eingespeist -- einmalig für Kenia. So tragen die SOS-Kinderdörfer auch zur Entwicklung des Viertels bei.

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