
Einmal im Monat treffen sich Kinder und Jugendliche im Kids Club, den SOS-Sozialarbeiterin Priscah Wachera leitet.
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"Ich kann singen und lachen, habe Schuhe und ein Zuhause, ich bin ein Mädchen, klug und hübsch!" Rosemary hat diese Zeilen geschrieben – und diese Freude, dieses Selbstbewusstsein ist keineswegs selbstverständlich. Die 15-Jährige ist eines der Kinder, die den "Kids Club" im SOS-Sozialzentrum Nairobi, Kenia, besuchen. Fast alle kommen aus Familien, die von Aids/HIV betroffen sind. Viele haben ihre Eltern sterben sehen und wachsen nun bei den Großeltern auf. Die älteren unter ihnen arbeiten zum Beispiel als Straßenhändler, sie müssen den Haushalt führen und die jüngeren Geschwister versorgen. Sie alle wissen, wie sich Hunger anfühlt.

"Was tut ihr gerne? Worauf seid ihr stolz? Schreibt es bitte auf!" Kinder im SOS-Sozialzentrum Nairobi
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Ohne die Unterstützung durch das SOS-Familienstärkungsprogramm würden all diese Kinder ohne Zukunft aufwachsen. Ihre Familien erhalten Lebensmittelpakete, Medikamente und Schulgeld oder können Berufsberatung in Anspruch nehmen. Seit kurzem gehört auch der neu eröffnete Kids Club zu den Angeboten des Programms: Eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen trifft sich monatlich in SOS-Sozialzentrum, eine weitere in einem Slumgebiet in der Nachbarschaft. "Der Kids Club ist unser jüngstes Baby", sagt SOS-Sozialarbeiterin Priscah Wachera, die das monatliche Treffen betreut.
"Unser jüngstes Baby"
Samstagnachmittag: Knapp 30 Kinder und Jugendliche finden sich ein. Einige bringen jüngere Geschwister mit, auf die sie aufpassen müssen. Priscah Wachera hat Stifte und Papier mitgebracht. "Was tut ihr gerne? Worauf seid ihr stolz?", fragt sie und bittet die Kinder kurze Sätze zu notieren: "Ich kann…, ich habe…, ich bin..." Lesen und Schreiben fällt vielen nicht leicht, weil sie die Schule lange Zeit unterbrechen oder ohne Abschluss verlassen mussten. Hier kann der Kids Club helfen. Die Kinder und Jugendlichen können dort über ihre Sorgen und Probleme sprechen oder sich gemeinsam mit Priscah berufliche Perspektiven überlegen. Es geht aber auch darum, einfach zusammen Spaß zu haben und Spiele zu machen. Jugendliche, deren Kindheit mit dem Tod der Eltern zu Ende ging, können hier noch einmal Kind sein. "Ich kann tanzen, Fußballspielen, ich habe Freunde, ich bin froh!"