Um behinderten SOS-Jugendlichen und -Erwachsenen einen angemessenen Wohn- und Lebensraum zu bieten, wurde 2001 in Dar Bouazza ein SOS-Sozialzentrum errichtet, in dem sie adäquat betreut werden und einer Beschäftigung im landwirtschaftlichen Bereich nachgehen.
Am 24. Februar 2004 ereignete sich ein fürchterliches Erdbeben in der Gegend von Al Hoceima, im Norden Marokkos. Mehr als 600 Personen starben und Tausende verloren ihr Hab und Gut. SOS-Kinderdorf Imzouren startete sofort ein Nothilfeprogramm in Kooperation mit lokalen Behörden und stellte Notunterkünfte in den SOS-Einrichtungen bereit, sowie Lebensmittel, Decken, Medikamente etc. wurden verteilt. Da aufgrund dieses Erdbebens viele Kinder ihre Eltern verloren, wurden sie ins SOS-Kinderdorf Imzouren aufgenommen. Aus Kapazitätsgründen wird nun dieses um drei Familienhäuser erweitert.
Im Herbst 2004 wurden zwei Programme zur Familienstärkung ins Leben gerufen. Jenes Programm in Casablanca unterstützt arme und zum Teil verwaiste Studenten, damit diese ein Studium beginnen bzw. dieses fortsetzen können. Das andere Programm findet in der Umgebung von Dar Bouazza statt, wo die Schulbildung der Kinder bzw. die Ausbildung der armen Bevölkerung unterstützt wird. Anfang 2007 wurde ein weiteres Familienförderungsprogramm in Casablanca ins Leben gerufen. Ziel dieser Programme ist es, Kindern, die Gefahr laufen, von ihrer Herkunftsfamilie getrennt zu werden, den Verbleib in ihrer Familie zu sichern. Um dies zu erreichen, arbeitet SOS-Kinderdorf Marokko direkt mit den Familien und den jeweiligen Gemeinden und stärkt sie in ihren Kapazitäten, die Kinder bestmöglich zu betreuen und zu schützen. Organisiert wird diese Präventivarbeit gemeinsam mit lokalen Behörden und anderen Sozialpartnern.
Im Sommer 2005 ging das vierte SOS-Kinderdorf in El Jadida in Bau, welches im Sommer 2006 seinen Betrieb aufnahm. Dieses Dorf unterscheidet sich von den anderen dadurch, dass es sich mitten in der Stadt befindet und aus Wohnhäusern besteht. Kurz darauf entstand die dazugehörige SOS-Jugendeinrichtung.
Auch das fünfte SOS-Kinderdorf in Agadir, dessen Bau im August 2007 begann, entspricht dem Modell vom SOS-Kinderdorf El Jadida und ist somit in das Stadtbild integriert.
Zurzeit gibt es in Marokko vier SOS-Kinderdörfer, vier SOS-Jugendeinrichtungen (pro Standort), drei SOS-Kindergärten, zwei SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen, ein SOS-Berufsbildungszentrum und fünf SOS-Sozialzentren. Ein SOS-Kinderdorf ist in Bau.
Website von SOS-Kinderdorf Marokko
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