Tete, Hauptstadt der Provinz Tete, liegt am Sambesi und besitzt eine der insgesamt vier Brücken, die den Fluss überqueren. Tete befindet sich in einer der heißesten Gegenden Mosambiks auf einem Plateau, rund 500 Meter über dem Meeresspiegel. Die Stadt ist das regionale Handelszentrum und hat über 100.000 Einwohner. Die Provinz Tete wird oft von langen Trockenperioden heimgesucht, die die gesamte Ernte der Region zerstören. Das SOS-Kinderdorf Tete liegt an der Verbindungsstraße von Simbabwe nach Malawi. Es ist seit Oktober 1987 in Betrieb und die offizielle Eröffnung fand am 16. Mai 1989 im Beisein des mosambikanischen Unterrichtsministers und Helmut Kutin, Präsident von SOS-Kinderdorf International, statt.
Das SOS-Kinderdorf Tete umfasst fünfzehn Familienhäuser, ein Haus für den Dorfleiter, eine Werkstatt, ein Verwaltungsgebäude, eine kleine Krankenstation, Räumlichkeiten für diverse Kurse (Korbflechten, Schusterarbeiten, Elektronik, etc.), eine Bäckerei, eine Farm, eine Baumschule und eine Wasseraufbereitungsanlage.
Auch ein SOS-Kindergarten, der aus vier Gruppenräumen, einer Küche und einem Spielplatz besteht und Platz für bis zu 100 Kinder bietet, gehört zum SOS-Kinderdorf Tete. Bis zu 1.320 Schüler können ihre Grund- und Sekundarschulausbildung an der SOS-Hermann-Gmeiner-Grund- und Sekundarschule absolvieren, die mit neunzehn Klassenräumen, einem Laboratorium und einer Schneiderwerkstatt ausgestattet ist. Jugendliche, die dem SOS-Kinderdorf bereits entwachsen sind, übersiedeln in die SOS-Jugendeinrichtung, wo sie während ihrer Berufsausbildung oder höheren Schulbildung wohnen und sich auf ein selbständiges Leben vorbereiten. Bis zu 72 Jugendliche können in der SOS-Jugendeinrichtung untergebracht werden, die aus drei Jugendhäusern besteht; eines befindet sich direkt auf dem Gelände des SOS-Kinderdorfes, die beiden anderen sind in Matema und Matundo.
Im April 2004 wurde ein SOS-Sozialzentrum eröffnet, dass von HIV/AIDS betroffenen Familien aus der Umgebung Hilfe und Unterstützung bietet. Ziel dieser Einrichtung ist es, wirtschaftlich und sozial benachteiligte Familien zu unterstützen und zu stärken, damit sie nicht auseinander brechen und die Kinder bei ihren Verwandten aufwachsen können. Das Angebot des SOS-Sozialzentrums umfasst Hauskrankenpflege, Unterstützung für mehrere einfache Kindergärten in den betroffenen Gemeinden inklusive Verpflegung für jeweils 100 bis 120 Kinder, Übernahme der Schulkosten und Maßnahmen zur Verbesserung der Wohnsituation. Zusätzlich werden Aktivitäten zur Einkommenssicherung sowie psychosoziale Betreuung angeboten. Bis zu 2.000 Kinder und ihre Familien werden durch das SOS-Sozialzentrum betreut. Ein weiteres SOS-Sozialzentrum ist seit 2007 in Kapaia in Betrieb, es werden dort rund 500 Kinder betreut und unterstützt.