Die Kinder in Namibia brauchen Ihre Hilfe!
In Namibia ist die tödliche Immunschwächekrankheit Aids allgegenwärtig: Knapp ein Fünftel der Bevölkerung zwischen 15 und 49 Jahren ist mit dem Hi-Virus infiziert. Während in Namibia 1995 ein Mensch im Durchschnitt noch 65 Jahren alt wurde, liegt heute die Lebenserwartung bei nur noch 46 Jahren. Durch die vielen Todesopfer, die das Virus fordert, ist auch die Zahl der Aids-Waisen rasant gestiegen. Diese Kinder brauchen dringend unsere Hilfe.
- In Namibia haben rund 120.000 Kinder unter 17 Jahren ihre Eltern oder einen Elternteil verloren. Viele davon starben an den Folgen von Aids.
- Weil sie zu wenig zu Essen bekommen, sind etwa ein Viertel aller Kinder in Namibia in ihrer Entwicklung zurückgeblieben.
- Häufig kommt es in Namibia zu Gewalt und sexuellen Übergriffe gegen Frauen und Kinder. Die meisten der Opfer bleiben mit dem Schmerz und der Angst alleine und wagen es nicht, Hilfe zu suchen.
- Knapp ein Drittel der Bevölkerung Namibias konnte sich in den vergangenen Jahren selbst nicht ausreichend ernähren und war auf humanitäre Unterstützung angewiesen.
- Die Arbeitslosenquote in Namibia liegt derzeit bei rund 36 Prozent.
- Etwa 93 Prozent der schulpflichtigen Kinder besuchen die Grundschule. Nur knapp die Hälfte hat danach die Möglichkeit, eine weiterführende Schule zu besuchen.
Unterstützen Sie die Arbeit der SOS-Kinderdörfer in Namibia!
Als wir Mitte der achtziger Jahre mit unsere Arbeit in Namibia begannen, lag unser Hauptaugenmerk auf den unzähligen Flüchtlingskindern, die aus dem benachbarten Angola ins Land strömten. Für diese zumeist unterernährten und schwer traumatisierten Kinder gab es damals keinerlei Betreuungsmöglichkeiten. Viele fanden im SOS-Kinderdorf Windhoek ein sicheres Zuhause.
Heute sind es in Namibia kaum noch Flüchtlingskinder, sondern vor allem Aids-Waisen, die in den beiden SOS-Kinderdörfern des Landes leben. Zusammen mit Gleichaltrigen aus der Nachbarschaft besuchen sie den SOS-Kindergarten oder die SOS-Grundschule in Windhoek, in der bis zu 500 Schüler unterrichtet werden.
Im Kampf gegen Aids intensivieren die SOS-Kinderdörfer in Namibia ihre Programme zur Stärkung der Familie. Unterstützt werden so hauptsächlich Kinder, die einen oder beide Elternteile verloren haben und nun bei Großeltern, älteren Geschwistern oder anderen Verwandten leben. Außerdem kümmern wir uns um Mädchen und Jungen, deren Eltern schwer krank sind und nicht mehr für die Familien sorgen können. Oberstes Ziel ist es, ein Zerbrechen dieser Familien zu verhindern. Sie erhalten von den SOS-Sozialzentren medizinische und psychologische Hilfe sowie z.B. Saatgut, Kleidung und Essen. Derzeit profitieren rund 450 Kinder von dem Programm.
In der Hermann-Gmeiner-Schule für technische Berufe in Swakopmund werden etwa 450 Jungen und Mädchen unterrichtet. Seit mittlerweile fast 15 Jahren werden dort Jugendliche auf ihr Berufsleben vorbereitet. Das Lehrangebot reicht von Automechanik über Bautechnik bis hin zu Näh- und Tonarbeiten. Die Werkstätten sind mit allen dazu nötigen Werkzeugen und Maschinen ausgestattet. Seit kurzem werden zudem Computerkurse angeboten. Jugendliche, die hier einen Abschluss machen, haben gute Chancen auf eine Anstellung. Einige machen sich anschließend mit ihrem Handwerk selbständig. Im Jahr 2007 wurde die Hermann-Gmeiner-Schule für technische Berufe offiziell dem namibischen Erziehungsministerium unterstellt.
Heute gibt es in Namibia folgende SOS-Einrichtungen: Zwei Kinderdörfer, zwei Jugendeinrichtungen, zwei Kindergärten, zwei Sozialzentren und eine Hermann-Gmeiner-Grundschule sowie eine Fachschule für technische Berufe. Zudem wird gerade ein neues SOS-Kinderdorf in Ondangwa gebaut.