Das SOS-Kinderdorf Isolo wurde auf einem Grundstück errichtet, das etwa 15 km außerhalb des Stadtzentrums liegt. Neben den 10 Familienhäusern (jedes Haus hat eine große, überdachte Veranda, wo die Kinder während der Regenzeit spielen können) umfasst das SOS-Kinderdorf ein Dorfdirektorhaus, Gästehaus, Klinik, Gemeinschaftshalle, Verwaltungs- und Servicetrakt und eine kleine Hühnerfarm.
Der SOS-Kindergarten besteht aus drei Gruppenräumen, einer Montessoriklasse, einem Raum für Individualförderung und diversen Nebenräumen. Er bietet Platz für ca. 65 Kinder aus dem SOS-Kinderdorf und seiner Umgebung. Ab dem Alter von ca. 16 Jahren werden die SOS-Jugendlichen in den insgesamt vier SOS-Jugendhäusern untergebracht. Das Leben in den SOS-Jugendhäusern bietet den Jugendlichen ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit. Sie werden lediglich von einem Erzieher betreut. Die Aufnahme im Jugendhaus bedeutet für die Jugendlichen einen wichtigen Schritt in Richtung Verselbständigung, wobei die SOS-Mütter, die Dorfleiter und Psychologen sie sorgfältig auf diesen Schritt vorbereiten. Der Aufenthalt in einem Jugendhaus wird mit ca. vier Jahren angesetzt. Jugendliche die noch in Ausbildung stehen oder auf Arbeitssuche sind, können aber auch länger bleiben.
Die SOS-Hermann-Gmeiner Grundschule, die gleich beim SOS-Kinderdorf liegt, wird zurzeit von ca. 210 SchülerInnen aus dem SOS-Kinderdorf und seiner Umgebung besucht. Sie umfasst 6 Klassenräume, eine Klasse für Individualförderung, fünf Räume für den praktischen Unterricht in Hauswirtschaft, Kunsthandwerk, Musik, Computerunterricht, eine Bibliothek, Verwaltungs- und Nebenräume sowie eine Schulkantine.
Das breite Ausbildungsangebot des SOS-Berufsbildungszentrums wird zurzeit von etwa 190 Lehrlingen genützt. In den sieben Klassen/Werkstätten wird Unterricht in verschiedenen Handwerksarbeiten, Design und Schneiderei, kaufmännischen Fächern (Büroausbildung) mit Maschineschreiben und Hauswirtschaft erteilt. Zudem werden Computer- und Sekretärinnenkurse und professionelle Kochkurs angeboten.
Die beiden SOS-Sozialzentren in Lagos wurden 2004 eröffnet. Beide bieten verschiedene Sozialprogramme für bedürftige und in Not geratene Menschen an. Im ersten SOS-Sozialzentrum wird vorwiegend Hilfe im Rahmen von Familienstärkungsprogrammen für Kinder aus Familien mit HIV/Aidsfällen (Bezahlung von Schulgebühren, ausstehender Mietzahlungen, Kleider- und Lebensmittelspenden) geleistet und Beratung sowie medizinische Versorgung angeboten. Das zweite SOS-Sozialzentrum umfasst ein Gesundheitszentrum für Familien (mit Konsultationsraum, Behandlungsraum, Apotheke); ein Ausbildungszentrum "Hilfe zur Selbsthilfe" mit Küche/Lager im Freien, Näh-/Stickraum, Webraum, Batikraum im Freien, Korbflechtbereich im Freien, Lagerraum; eine Kindertagesstätte mit Spielraum und überdachtem Spielplatz, Ruheraum, Sanitäranlagen, Teeküche; ein Familienhilfezentrum mit zwei Beratungsräumen sowie verschiedene Programme für Aids-Betroffene.