Das SOS-Kinderdorf Owu-Ijebu wurde auf einem ca. 25 ha großem Grundstück errichtet. Das SOS-Kinderdorf Owu-Ijebu umfasst 12 Familienhäuser, Dorfdirektorshaus, Personalunterkünfte, Gästehaus, Verwaltungs- und Servicebereich, Obst- und Gemüsegarten zur Selbstversorgung. Die medizinische Betreuung der Kinder ist durch die SOS-Krankenstation gesichert, die sich im Verwaltungstrakt befindet. Seit 1997 ist diese auch für Patienten aus der Umgebung des SOS-Kinderdorfes geöffnet. Bereits im ersten Jahr konnten mehr als 2.000 Behandlungen durchgeführt werden.
Im Oktober 1996 wurde dem SOS-Kinderdorf ein SOS-Kindergarten angeschlossen, der sowohl von Kindern aus dem SOS-Kinderdorf als auch von Kindern aus der Nachbarschaft besucht wird. Der SOS-Kindergarten besteht aus drei Gruppenräumen, einer Montessoriklasse, einem Raum für Individualförderung und diversen Nebenräumen. Er bietet Platz für ca. 75 Kinder. Ab dem Alter von ca. 15 Jahren werden die SOS-Jugendlichen im SOS-Jugendhaus bzw., je nach Bedarf, in einem für Jugendliche angemieteten Haus untergebracht. Das Leben im SOS-Jugendhaus bzw. der SOS-Jugendwohngemeinschaft bietet den Jugendlichen ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit. Sie werden lediglich von einem Erzieher betreut. Die Aufnahme im Jugendhaus bedeutet für die Jugendlichen einen wichtigen Schritt in Richtung Verselbständigung, wobei die SOS-Mütter, die Dorfleiter und Psychologen sie sorgfältig auf diesen Schritt vorbereiten. Der Aufenthalt in einem Jugendhaus wird mit ca. vier Jahren angesetzt. Jugendliche die noch in Ausbildung stehen oder auf Arbeitssuche sind, können aber auch länger bleiben.
Die SOS-Hermann-Gmeiner Grundschule, die gleich beim SOS-Kinderdorf liegt, wird zurzeit von ca. 210 Schüler- und Schülerinnen aus dem SOS-Kinderdorf und seiner Umgebung besucht. Sie umfasst 6 Klassenräume, eine Klasse für Individualförderung, drei Räume für den praktischen Unterricht in Hauswirtschaft, Kunsthandwerk, Musik, Computerunterricht, eine Bibliothek, Verwaltungs- und Nebenräume sowie eine Schulkantine.
Das SOS-Sozialzentrum Owu-Ijebu wurde 2004 eröffnet. Die Tätigkeit des SOS-Sozialzentrums konzentriert sich auf die Unterstützung von Kindern aus Familien, die von HIV/Aids betroffen sind, indem Schulgebühren und ausstehende Miete bezahlt werden bzw. Kleidung und Lebensmittel beschaffen werden. Gleichzeitig werden die Familien im Rahmen eines Familienstärkungsprogrammes in Zusammenarbeit mit Behörden und anderen Hilfsorganisationen unterstützt, beraten und medizinisch versorgt.