Aktuelle Infos und Hintergründe über die SOS-Kinderdörfer.
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Kitwe, mit rund 1,2 Millionen Einwohnern, ist die Hauptstadt der im Norden des Landes gelegenen Copperbelt Region. Das Gelände des SOS-Kinderdorfes Kitwe befindet sich etwa fünf Kilometer außerhalb des Stadtzentrums und wurde von der Regierung kostenlos zur Verfügung gestellt. Das Gebiet erlebte nach dem Fall der Kupferpreise einen starken wirtschaftlichen Rückgang, die Bewohner verarmten immer mehr und das SOS-Kinderdorf Kitwe kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Situation der bedürftigen Kinder in der Copperbelt Region zu verbessern.
Die offizielle Eröffnungsfeier fand am 10. Mai 2005 im Beisein des damaligen Staatspräsidenten Levy Mwanawasa und zahlreicher anderer Ehrengäste statt.
Das SOS-Kinderdorf Kitwe umfasst 16 Familienhäuser, Häusern für den Dorfleiter und die SOS-Tanten (unterstützen die SOS-Kinderdorf-Mütter und vertreten sie im Falle ihrer Abwesenheit), ein Verwaltungsgebäude sowie eine Mehrzweckhalle und kann bis zu 192 Kindern ein neues Zuhause geben. Der angeschlossene SOS-Kindergarten steht mit seinen drei Gruppenräumen auch den Kindern aus der Nachbarschaft offen und man konzentriert sich besonders auf die Betreuung von traumatisierten Kindern und Kindern mit Lernschwierigkeiten.
Die SOS-Hermann-Gmeiner-Grundschule für bis zu 700 Schüler besteht aus 18 Klassenräumen, einem Computerraum, einem Labor, einer Bibliothek und Lehrsälen für Hauswirtschaft, Holz- und Metallverarbeitung. Bis zu 2.000 HIV/AIDS betroffene Familien werden von den Mitarbeitern des SOS-Sozialzentrums betreut, die neben materieller Hilfe (Saatgut, Schulgebühren) auch medizinische Grundversorgung und psychosoziale Unterstützung erhalten.
Das SOS-medizinische Zentrum umfasst eine Apotheke, einen Behandlungsraum, Labors sowie Beratungs- Untersuchungs- und Beobachtungsräume und verfügt über eine Kapazität von bis zu 10.000 Familien pro Jahr.