Aktuelle Infos und Hintergründe über die SOS-Kinderdörfer.
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Livingstone liegt rund 500 Kilometer südlich von Lusaka und hat etwa 100.000 Einwohner. Ungefähr 66% der Bevölkerung des Distrikts leben unterhalb der Armutsgrenze und der Großteil davon sind Frauen. Zusätzlich ist der Distrikt Livingstone eines der am meisten von HIV/Aids betroffenen Gebiete Sambias. Das Bildungswesen ist durch begrenzte Infrastruktur und mangelnde Ressourcen stark in Mitleidenschaft gezogen.
Armut und die steigende Anzahl an Waisenkindern belasten die traditionellen Großfamilienverbände stark. Die fehlenden Einrichtungen für Fremdunterbringung von Kindern führten zu der Errichtung eines SOS-Kinderdorfes in Livingstone. Die Stadtverwaltung stiftete ein geeignetes Grundstück am Stadtrand in einem armen Siedlungsgebiet. Die offizielle Eröffnungsfeier fand am 7. Oktober 2008 statt.
Das SOS-Kinderdorf Livingstone besteht aus fünfzehn Familienhäusern (für bis zu 150 Kinder), einem Haus für den Dorfleiter, Personalunterkünften sowie einem Verwaltungs- und Servicebereich. Zu jedem Familienhaus gehört ein kleines Stück Land, auf dem ein Gemüsegarten angelegt und Hühner gehalten werden. Bis zu 90 Kinder zwischen drei und sechs Jahren erhalten in den drei Gruppenräumen des SOS-Kindergartens frühkindliche Förderung. Der SOS-Kindergarten steht sowohl den Kindern aus dem SOS-Kinderdorf, als auch den Kindern aus der Nachbarschaft offen.
Die SOS-Hermann-Gmeiner-Grundschule auf demselben Grundstück führt die Schulstufen eins bis neun in insgesamt neun Klassenräumen. Darüber hinaus verfügt sie über einen Computerraum, ein Labor, eine Bibliothek sowie Klassenräume für Hauswirtschaft und Holzverarbeitung. Etwa 360 Schülerinnen und Schüler können aufgenommen werden. Zwei Programme zur Nachbarschaftshilfe - ein Familienstärkungsprogramm und ein HIV/Aids Programm - vervollständigen das Angebot.