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SOS-Kinderdorf Lusaka 

Das SOS-Kinderdorf Lusaka befindet sich etwa sechs Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Die Regierung stellte SOS-Kinderdorf ein rund sechzehn Hektar großes Grundstück an der "Great North Road" in einer stark besiedelten, eher ärmlichen Gegend zur Verfügung.

Die Eukalyptusbäume in der Umgebung verbreiten eine freundliche und friedliche Stimmung. Die Familienhäuser sind architektonisch einfach gehalten, aber optisch ansprechend und wirken mit ihren roten Ziegelmauern und den grünen Dächern sehr anheimelnd. Die offizielle Eröffnung des SOS-Kinderdorfes Lusaka fand am 3. November 2000 im Beisein des damaligen Staatspräsidenten, Dr. F.J.T. Chiluba statt.

Das SOS-Kinderdorf Lusaka besteht aus fünfzehn Familienhäusern in fünf Dreiergruppen (für bis zu 180 Kindern), Häusern für den Dorfleiter und die SOS-Tanten (unterstützen die SOS-Kinderdorf-Mütter und vertreten sie im Falle ihrer Abwesenheit), einem Verwaltungsgebäude sowie einer Mehrzweckhalle. Im SOS-Kindergarten werden bis zu 90 Kinder aus dem SOS-Kinderdorf und der Nachbarschaft betreut; er umfasst drei große Gruppenräume und einen Spielplatz.

Jugendliche, die dem SOS-Kinderdorf bereits entwachsen sind, übersiedeln in die nahe gelegene SOS-Jugendeinrichtung, die aus zwei Häusern für je 15 Jugendliche besteht. Die Jugendlichen werden dort während ihrer Berufsausbildung oder höheren Schulbildung untergebracht und können sich in Ruhe auf ein selbständiges Leben außerhalb des SOS-Kinderdorfes vorbereiten.

Die SOS-Hermann-Gmeiner-Grundschule in Lusaka verfügt über 21 Klassenräume für bis zu 720 Schüler, einen Computerraum, ein Labor, eine Bibliothek, einen Sportplatz und einen Bereich für Hauswirtschaft. Weiterführender Unterricht für rund 240 Schüler wird in der SOS-Hermann-Gmeiner-Sekundarschule angeboten, sie besteht aus acht Klassenräumen, einem Computerraum, einem Labor, einer Bibliothek und einem Lehrsaal für Hauswirtschaft. Darüber hinaus bietet das SOS-Berufsbildungszentrum Kurse in Schneiderei, Landwirtschaft, Bauwesen sowie Metall- und Holzverarbeitung an. Derzeit können bis zu 160 Schüler in fünf Klassenräumen unterrichtet werden, eine bauliche Erweiterung um vier zusätzliche Klassenräume ist geplant.

Bis zu 2.000 HIV/AIDS betroffene Familien werden vom SOS-Sozialzentrum betreut; neben materieller Unterstützung (Saatgut, Schulgebühren) erhalten sie medizinische Grundversorgung und psychosoziale Hilfe. Das SOS-medizinische Zentrum umfasst eine Apotheke, einen Behandlungsraum, Labors sowie Beratungs-, Untersuchungs- und Beobachtungsräume. Jährlich können im SOS-medizinischen Zentrum bis zu 10.000 Familien versorgt werden.

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