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SOS-Kinderdorf Bo 

Foto: Rosi Wechselberger
Foto: Rosi Wechselberger
 

Das SOS-Kinderdorf Bo liegt ca. 275 km südöstlich von Freetown, in der Nähe der Stadt Bo. Es umfasst zehn Familienhäuser, Dorfleiterhaus, drei Personalhäuser, Mehrzweckhalle, offene Rundhütte, Verwaltungs- und Servicebereich mit kleiner Krankenstation, zwei Werkstätten, Spielplatz. Im Mai 1998 wurde im SOS-Kinderdorf Bo eine Solaranlage installiert, wodurch die Beleuchtung des SOS-Kinderdorfes vom öffentlichen Stromnetz unabhängige wurde.

Mit der Eröffnung des SOS-Kinderdorfes ging auch der SOS-Kindergarten, der auch von den Kindern aus der Nachbarschaft besucht wird, in Betrieb. Er besteht aus fünf Klassenräumen, Montessori-Raum,  Krabbelstube und Mehrzweckhalle.

Die 1985 errichtete SOS-Hermann-Gmeiner-Grund- und Sekundarschule liegt ca. einen halben Kilometer vom SOS-Kinderdorf entfernt. Seit 1997 wird sie als eine Art Berufsschule mit vielen praktischen Fächern geführt. Sie umfasst neun Klassenräume (sechs Grundschulklassen, drei Sekundarschulklassen), sieben Spezialklassen für Kleidermacher/Textiles Werken, Physik-/Chemieunterricht sowie Bibliothek, Maschineschreib-/Computerraum, Räumlichkeiten für Hausarbeit/Kochen, Individualunterricht. Darüber hinaus verfügt die Schule über eine Schulkantine, Administrations- und Servicebereich, offene Rundhütte, drei Personalhäuser und einen Spielplatz. Die SOS-Hermann-Gmeiner-Grund- und Sekundarschule wird zurzeit von 300 Schülern und Schülerinnen besucht.

Ab dem Alter von ca. 15 Jahren werden die SOS-Jugendlichen in den drei SOS-Jugendhäusern untergebracht. Das Leben in den SOS-Jugendhäusern bietet den Jugendlichen ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit. Sie werden lediglich von einem Erzieher betreut. Die Aufnahme im Jugendhaus bedeutet für die Jugendlichen einen wichtigen Schritt in Richtung Verselbständigung, wobei die SOS-Mütter, die Dorfleiter und Psychologen sie sorgfältig auf diesen Schritt vorbereiten. Der Aufenthalt in einem Jugendhaus wird mit ca. vier Jahren angesetzt. Jugendliche die noch in Ausbildung stehen oder auf Arbeitssuche sind, können aber auch länger bleiben.

Das SOS Sozialzentrum Bo (Nachbarschaftshilfe) versorgt im Rahmen eines Ausspeisungsprogramms alle Schüler der SOS-Hermann-Gmeiner-Grund- und Sekundarschule (zurzeit 300) und teilweise auch deren  Eltern.

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