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SOS-Kinderdörfer Wo wir helfen Afrika Simbabwe Waterfalls

SOS-Kinderdorf Waterfalls 

Foto: Chris Sattlberger
Foto: Chris Sattlberger
 
Waterfalls befindet sich im Osten des Landes und ist ein Vorort von Harare, der Hauptstadt Simbabwes. Harare ist eine moderne Stadt mit einer Universität und mehreren technischen Hochschulen. Das SOS-Kinderdorf Waterfalls wurde auf einem rund 36 Hektar großen Grundstück errichtet und ist von wunderschönen Eukalyptusbäumen umgeben. Es ist seit 1989 in Betrieb und ist seither vielen verwaisten und verlassenen Kindern ein neues Zuhause geworden.

Das SOS-Kinderdorf Waterfalls umfasst fünfzehn Familienhäuser, eine Mehrzweckhalle, ein Verwaltungsgebäude, eine Werkstatt und ein Haus für den Dorfleiter. In den Familienhäusern können bis zu 180 Kinder ein neues Zuhause finden und jede Familie verfügt über einen eigenen kleinen Gemüsegarten. Zusätzlich wurde ein Haus für pensionierte SOS-Kinderdorf-Mütter errichtet, in das sie nach ihrer Pensionierung übersiedeln können. Sie bleiben dem Dorf somit verbunden und übernehmen die Rolle von Großmüttern.

Der SOS-Kindergarten kann bis zu 110 Kinder aufnehmen und besteht aus fünf Gruppenräumen und diversen Zusatzräumlichkeiten. Die Kinder aus dem SOS-Kinderdorf und die Kinder aus der Nachbarschaft besuchen den SOS-Kindergarten gemeinsam, was entscheidend zu ihrer Integration und zu gegenseitigem Verständnis beträgt. Es werden verschiedene Aktivitäten wie Computerunterricht, Volkstanz und Gymnastik angeboten. Seit 1989 ist auch eine SOS-Hermann-Gmeiner-Schule in Betrieb, die jährlich bis zu 840 Schülern Grundschulerziehung ermöglicht. Die Grundschule umfasst 22 Klassenräume, Computerräume, eine Mehrzweckhalle, eine Bibliothek und Sporteinrichtungen. Um den Bedürfnissen der steigenden Anzahl an Jugendlichen, die bereits dem SOS-Kinderdorf entwachsen waren, gerecht zu werden, wurde im Jahr 1998 eine SOS-Jugendeinrichtung eröffnet. Dort können bis zu 100 Jugendliche während ihrer Berufsausbildung oder höheren Schulbildung wohnen und sich auf ein unabhängiges Leben vorbereiten.

Seit 2002 werden Familienförderprogramme koordiniert, die darauf abzielen, die speziellen Bedürfnisse von Kindern abzudecken (z.B. in medizinischer und materieller Hinsicht, in Bildungsfragen, soziale Fähigkeiten) und hilft Familien, selbständig für Schutz und Betreuung der Kinder sorgen zu können. Man unterstützt die Familien, eine verlässliche Einkommensquelle zu sichern und bietet Erziehungsberatung an. In erster Linie werden Kinder unterstützt, die beide Elternteile verloren haben und nun bei Großeltern, älteren Geschwistern oder anderen Verwandten leben, sowie solche, deren Eltern schwer krank sind. Aufnahme in die Familienförderprogramme finden Kinder, die beide Elternteile verloren haben und nun bei Großeltern, älteren Geschwistern oder anderen Verwandten leben, sowie solche, deren Eltern schwer krank sind. Langfristiges Ziel dieser Programme ist die Entwicklung der Bevölkerung, der Behörden und Organisationen vor Ort hin zu einem ausgeprägten Bewusstsein für die AIDS-Problematik, damit sie derartige Unterstützungsmaßnahmen in Zukunft selbst in die Hand nehmen. Durch diese Programme können jährlich rund 3.000 Kinder erreicht werden.



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