Hargeisa liegt in einer Tallandschaft im Galgodon (Ogo) Hochland im Westen von Somaliland. Im Vergleich zum Küstengebiet am Golf von Aden (eines der heißesten Gebiete der Erde), zeichnet sich die Region von Hargeisa durch ein recht ausgeglichenes und mildes Klima aus. Das Grundstück, auf dem das SOS-Kinderdorf Hargeisa errichtet wird, liegt mitten in einem Wohn- und Geschäftsbezirk und ist zudem leicht mit dem Auto zu erreichen, auch zum Flughafen ist es nicht weit. Nach seiner Fertigstellung wird das SOS-Kinderdorf Hargeisa 13 Familienhäuser (für etwa 130 Kinder), ein Gemeinschaftshaus, Dorfleiterhaus, Verwaltungsgebäude, Servicegebäude mit Werkstatt und Lager, Mehrzweckhalle sowie ein Tukul (afrikanische Hütte) umfassen.
Im SOS-Kindergarten, der aus vier Gruppenräumen, darunter einem Montessoriraum - der auch auf Kinder mit Behinderung eingerichtet ist - Küche und Nebenräumen besteht, werden bis zu 100 Kinder betreut werden können.
In den Räumlichkeiten des SOS-Sozialzentrums, dessen Serviceleistungen von schätzungsweise insgesamt 10.500 Kindern und Müttern in Anspruch genommen werden, werden in Hinkunft ein SOS-Familienstärkungsprogramm (dieses Programm umfasst essentielle Hilfe für in Not geratene Kinder und deren Familien, sowohl in Form von materieller Unterstützung als auch in Form von medizinischer Betreuung und Ausbildungshilfe), ein Infozentrum für die Gemeinde, eine Bibliothek und ein medizinisches Zentrum inklusive eines Bereichs für Labortests und Beratung (HIV und andere Krankheiten), mehrere Untersuchungs- und Behandlungsräume, Labor, Medikamentenlager untergebracht werden. Der Zweck des SOS-Sozialzentrums beschränkt sich somit nicht nur auf die medizinische Hilfe, sondern zielt auch darauf ab, die HIV Infektionsrate in Somaliland zu senken. Obwohl zurzeit die HIV Rate in Somaliland noch eine der niedrigsten in Afrika ist, weisen Studien darauf hin, dass zahlreiche Faktoren einen Anstieg der Infektionsrate und eine Ausbreitung der Krankheit begünstigen können. Der Ernst des Problems wurde bereits auch vom Staatspräsidenten erkannt, der SOS-Kinderdorf International offiziell gebeten hat, die HIV/Aids Prävention in den Leistungskatalog des SOS-Sozialzentrums Hargeisa aufzunehmen.