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SOS-Kinderdörfer Wo wir helfen Afrika Togo Kara

SOS-Kinderdorf Kara 

Foto: Kaye Louise Pratt
Foto: Kaye Louise Pratt
 
Das SOS-Kinderdorf Kara ist seit September 1979 in Betrieb und wurde zunächst am 18. November desselben Jahres durch den Sozial- und Gesundheitsminister von Togo und dann nach mehreren baulichen Ergänzungen nochmals am 26. Februar 1983 durch Hermann Gmeiner persönlich eröffnet. 100 Kinder werden dort in 10 Familienhäusern betreut, dem Dorfleiter, den Tanten und Gästen steht jeweils ein eigenes Haus zur Verfügung. Zudem gibt es den Verwaltungs- und Servicebereich, drei offene Rundhütten und einen Sportplatz, der immer gut besucht ist.

Von Anfang an war dem SOS-Kinderdorf Kara auch eine Grundschule angeschlossen, die zunächst als katholische Grundschule eröffnet wurde und ab 18. September 1995 als SOS-Hermann-Gmeiner-Grundschule geführt wird. 420 Schüler können dort in zwölf Klassenräumen unterrichtet werden, und zudem wurden zwei weitere Klassen für praktische Fächer sowie ein Raum für Individualförderung eingerichtet.

Die Kapazität, des seit 1981 bestehenden SOS-Kindergartens umfasst bis zu 50 Kinder (auch aus der Nachbarschaft), die von ausgebildeten Kindergärtnerinnen in zwei Gruppenräumen bzw. einem Raum für Individualförderung betreut werden.

Das seit 1982 bestehende und ab März 2002 erweiterte SOS-medizinisches Zentrum wird von ca. 30.000 Patienten pro Jahr in Anspruch genommen und konzentriert sich in erster Linie auf die Betreuung von Mutter und Kind. Neben einer allgemeinen Ambulanz mit Tagesklinik, einer Apotheke und einem Labor umfasst die Krankenstation auch ein Ernährungszentrum (samt Räumen für entsprechende Kurse) und eine Entbindungsstation. Viele Mütter von nah und fern lassen ihre unterernährten und kranken Babies dort ambulant oder stationär behandeln und erhalten viele gute Tipps zur Babypflege- und Ernährung.

1985 wurden in Kara eine SOS-Jugendeinrichtung (angemietete Wohnungen, in denen die schon reiferen Jugendlichen nur mehr von einem Erzieher betreut werden und zunehmend Eigenverantwortung an den Tag legen müssen) und ein SOS-Berufsbildungszentrum in Form einer großen Farm (20 ha landwirtschaftliche Produktionsfläche) eröffnet, die sich im Laufe der letzten Jahre zu einer Mustereinrichtung entwickelt hat, in der sich auch landwirtschaftliche Betriebe aus der Umgebung Rat holen. Auf dieser Farm werden nicht nur Schweine, Schafe und Geflügel gehalten, sie bietet auch Ausbildungsplätze für SOS-Jugendliche und geschützte Arbeitsplätze für behinderte SOS-Jugendliche.

Gleich zwei SOS-Sozialzentren wurden dann 2004 in Betrieb genommen: das eine bietet "Hilfe zur Selbsthilfe" an, besteht aus Klassenraum, Werkstätte für praktischen Unterricht, Beratungs- und Besprechungsräumen, Computer-Klasse, Bibliothek und einer offenen Mehrzweckhalle mit Lagerraum. Mehr als 10.000 Menschen pro Jahr profitieren vom dortigen Angebot. Das andere Sozialzentrum hat sich auf die Aufklärung und Unterstützung bedürftiger, besonders von HIV/Aids betroffenen Familien spezialisiert.



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