Die zentralargentinische Provinzhauptstadt Córdoba zählt etwa 1,2 Millionen Einwohner und befindet etwa 710 Kilometer westlich von Buenos Aires. Ihre Lage fast in der geographischen Mitte Argentiniens macht die Stadt zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt und verleiht ihr große wirtschaftliche Bedeutung. Das Umland Córdobas würde früher vornehmlich für die Rinderzucht genutzt, die Errichtung eines Staudammes machte die Region zur Kornkammer des Landes, wo neben Getreide auch Obst und Wein angepflanzt wird.
Das SOS-Kinderdorf liegt etwa 10 Kilometer außerhalb Córdobas auf einem 35.000 m² großen Grundstück. Die Bauarbeiten für dieses SOS-Kinderdorf wurden im April 1998 in Angriff genommen und bereits im Januar 2000 konnten die ersten Kinder die fertig gestellten Familienhäuser beziehen. Im März 2002 fand schließlich die offizielle Eröffnung des SOS-Kinderdorfes Córdoba im Beisein des Präsidenten von SOS-Kinderdorf International, Helmut Kutin, und zahlreicher Ehrengäste statt. und das SOS-Kinderdorf besteht aus insgesamt 10 Familienhäusern, die bis zu 90 Kindern ein neues Zuhause bieten.
Zur Infrastruktur des SOS-Kinderdorfes zählen außerdem das Haus des Dorfleiters, ein Verwaltungsgebäude mit Büros, ein Haus für die so genannten SOS-Tanten (in Ausbildung befindliche zukünftige SOS-Kinderdorfmütter oder Familienhelferinnen, die den SOS-Kinderdorfmüttern bei der täglichen Arbeit zur Hand gehen oder sie bei Krankheit und im Urlaub vertreten), eine Mehrzweckhalle für Feiern, Veranstaltungen und andere Aktivitäten sowie einen Sportplatz. In der Nähe des SOS-Kinderdorfes befinden sich mehrere Grund- und eine Sekundarschule, an denen die Kinder des SOS-Kinderdorfes ihre Schulausbildung absolvieren. Ordinationen Praktischer Ärzte, Krankenhäuser, ein umfangreiches Schul- und Ausbildungsangebot und vielfältige Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten bietet die nahe gelegene Stadt Córdoba.