Die Kinder in Bolivien brauchen Ihre Hilfe!
Als Evo Morales Ende 2005 als erster Indigener in der Geschichte Boliviens zum Staatspräsidenten gewählt wurde, stellte er unter anderem die Bekämpfung der Armut in den Mittelpunkt seiner Arbeit. Weiteres zentrales Thema seiner Politik ist die vollständige Integration der indigenen Bevölkerungsmehrheit in das politische und wirtschaftliche Leben. Ein Anfang ist gemacht, doch vor allem in den ländlichen Gebieten fehlt es viele Menschen immer noch am Nötigsten. Darunter sind viele Kinder.
- Mangelernährung: Mehr als ein Viertel der bolivianischen Kinder leidet an Entwicklungsschäden, die durch Mangelernährung hervorgerufen werden.
- Kinderarbeit: Etwa jedes fünfte Kind muss in Bolivien hart arbeiten, meist im Bergbau oder in der Landwirtschaft. Das sind rund 800.000 Kinder und Jugendliche.
- Armut: Schätzungen zufolge haben 23 Prozent der Bevölkerung Boliviens weniger als einen Dollar am Tag für ihren Lebensunterhalt zur Verfügung.
- Bildungschancen: In den ländlichen Regionen schließt nur die Hälfte der Kinder die Grundschule ab.
- Kindersterblichkeit: Die Zahl der Kinder, die noch vor ihrem fünften Geburtstag sterben, ist dreizehn Mal so hoch wie in Deutschland.
 Sie haben ein Zuhause im Kinderdorf gefunden: SOS-Kinder in Bolivien |
Unterstützen Sie die Arbeit der SOS-Kinderdörfer in Bolivien!
Die Arbeit der SOS-Kinderdörfer in Bolivien begann 1968 mit dem ersten Dorf in Jordán bei Cochabamba. Heute, knapp 40 Jahre später, gibt es in dem Andenstaat insgesamt 47 SOS-Einrichtungen. Neben den Kinderdörfern spielen vor allem die 16 Sozialzentren eine tragende Rolle bei unserer Arbeit in Bolivien. Sie unterstützen bedürftige Familien in der Nachbarschaft des Kinderdorfes durch medizinische Versorgung, Beratung und Fortbildungskurse.
Großen Zuspruch in der Bevölkerung finden beispielsweise die SOS-Tagesmütterprogramme, die so genannten "Hogares Comunitarios". Dabei werden in Zusammenarbeit mit den Gemeinden Kindertagesstätten aufgebaut. Frauen aus der Umgebung können in den SOS-Sozialzentren eine Ausbildung als Tagesmutter machen und anschließend als Betreuerin in einer Tagesstätte arbeiten. Ziel des Programms ist es, jungen Frauen mit Kindern eine Möglichkeit zu bieten, aus dem Teufelskreis der Armut auszubrechen und deren Kinder besser zu fördern.
Heute gibt es in Bolivien folgende SOS-Einrichtungen: Neun Kinderdörfer, drei Grundschulen, fünf Berufsbildungszentren, 16 Sozialzentren sowie jeweils sieben Kindergärten und Jugendeinrichtungen.