
Ninfa und Julia
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Vier Mädchen aus dem SOS-Kinderdorf Sucre haben bei einem Leichtathletikfest einer örtlichen Radiostation ordentlich abgeräumt: Zwei erste Plätze und zwei zweite. Stolz waren nicht nur die Mädchen selbst sondern auch ihre Mütter: "Wir sind dahinter her, dass die Kinder viel Sport treiben. Und wir schauen immer, bei welchen Wettkämpfen sie mitmachen können," sagt eine SOS-Kinderdorf-Mutter. Mitte August hatten die Mädchen wieder einen Auftritt: Die Radiostation Vida Nueva organisierte ein recht bedeutsames Sportfest für Kinder.
Es waren vor allem die Läuferinnen, die Siege und zweite Plätze eingefahren haben: Ninfa siegte in der Kategorie der Neun- bis Zehnjährigen über 1000 Meter. Ninfa kommt aus einer Sportlerfamilie und ist sehr ehrgeizig. Sie möchte es unbedingt national und international zu was bringen. Salomé gewann den Lauf über 1400 Meter in der Kategorie elf und zwölf Jahre. Ihre SOS-Mutter Maria ist stolz: "Seit sie zur Schule geht, hat sie die Leichtathletik entdeckt. Sie trainiert viel. Und sie ist ein Naturtalent."
Den zweiten Platz hinter Salomé belegte Julia. Julia hatte ursprünglich ein großes Herz für das Tanzen. Inzwischen ist sie aber eine hervorragende Läuferin. Auch Yessica belegte in ihrer Disziplin bei den Elf- bis Zwölfjährigen den zweiten Platz. Ihre Familie hatte ihr geholfen: Rund um die Aschenbahn verteilten sich die Brüder und Schwestern um Yessica lautstark anzufeuern.
Alle im Kinderdorf sind stolz auf die Mädchen. Dabei geht es den Müttern nicht mal so sehr darum, die Mädchen zu Sportskanonen auszubilden. Es geht darum, den Kindern mit Sport Selbstbewusstsein beizubringen. Beim Sport lernen Kinder, mit Niederlagen umzugehen und Siege zu genießen. Bewegung trägt nicht nur zur körperlichen Gesundheit bei. Stabile Kinder sind besser geschützt vor Dingen, von denen sie die Finger lassen sollten: Alkohol, Drogen und was es noch alles für Fluchtmöglichkeiten aus dem Alltag gibt.
Sport ist ein wesentlicher Bestandteil der pädagogischen Arbeit der SOS-Kinderdörfer. Wie am Beispiel Sucre zu sehen, funktioniert die Strategie ganz hervorragend. Die Erwachsenen mögen über pädagogische Konzepte und die Sorgen des Alltags sinnieren - am schönsten ist zu sehen, dass die Kinder einfach Freude haben an dem, was sie da tun!