
Demetria begrüßt Verona Feldbusch in Bolivien
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Demetria Huallpa ist heute eine weithin anerkannte SOS-Mutter. Seit Februar 1995 arbeitet sie im SOS-Kinderdorf Sucre. Als sie dort angefangen hat, war sie 24. Sie erinnert sich, wie unsicher und ängstlich sie damals war angesichts der großen Herausforderung, der sie sich gestellt hatte. Aber sie war selbstbewusst und konnte eigentlich schon immer gut mit Kindern umgehen. Gleich nach ihren ersten Erfahrungen als SOS-Tante hat sie als SOS-Mutter ein Haus mit sieben Kindern übernommen. Nebenbei hat sie das Abitur nachgemacht und möchte sich auch weiterhin fortbilden. Sie möchte sich gerne zur Krankenpflegerin ausbilden lassen. Mutter Demetria - eine Allroundfrau mit großem Herzen.
Demetria setzt sich nicht nur für ihre Kinder sondern für das ganze Dorf ein: Als Vertreterin der SOS-Kinderdorf-Mütter von Sucre nimmt sie erfolgreich an Treffen und Konferenzen teil, bei denen mit Vorgesetzten und örtlichen Behördenvertretern neue Projekte fürs SOS-Kinderdorf abgesprochen werden.
Aber zuerst und vor allem ist sie SOS-Mutter. Sie liebt ihre Kinder, als wären es ihre eigenen. Dabei will sie gar nicht verleugnen, dass es sie manchmal verrückt macht, wenn ihre Kinder Blödsinn anstellen. In solchen Lebenslagen hilft nur tief durchatmen, Schritt für Schritt überlegen und geduldig mit den Kindern sein.
Das ist nicht einfach mit sieben Kindern - noch dazu, wenn sie alle fast gleich alt sind. Da haben alle die gleichen Interessen und Bedürfnisse, und "das war eine echte Herausforderung: Jeder will das Gleiche, aber man kann nun mal nicht für alle sieben gleichzeitig da sein," erzählt Demetria. Ihr ausgeprägtes Organisationstalent hilft ihr in diesen scheinbar hoffnungslosen Momenten. Großen Wert legt Demetria auf den Fleiß ihrer Kinder. Sie selbst geht mit gutem Beispiel voran.
Demetria Huallpa stammt aus der Stadt Puente Arce im Departement Chuquisaca. Sie trägt die typische Kleidung ihrer Heimat (den "Pollera_Rock") und ist auch stolz darauf. Wer mit ihr spricht, hört schnell heraus, dass sie ihre Heimat mag. Übrigens schaltet Demetria nach Belieben blitzschnell um, wenn sie mit ihren Kindern spricht: Mit ihnen spricht sie Quechua, die Sprache der Indios. Die meisten ihrer Kinder stammen aus Familien, in denen Quechua gesprochen wird.

Demetria kocht zur Kirchweih in Sucre
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Zu Demetrias größten Vergnügungen gehören die Ausflüge in ihre Heimatstadt zusammen mit den Kindern. Sie freut sich, wenn die Kinder die schöne Landschaft genießen, die Aussicht, die Flüsse und die Natur - genau, wie Demetria selbst als Kind diese Gegend genossen hat.
Nicht nur wegen ihrer Liebe zur Heimat gilt Demetria als eine typische Vertreterin der Leute von Chuquisaca. Sie ist wie ihre Landsleute eine exzellente Köchin. Vor allem zur alljährlichen Kirchweih im SOS-Kinderdorf Sucre tischt Demtria kräftig auf. Glücklich, wer bei ihr zu Gast sein kann.
Glücklich auch, wer sie zur Mutter hat. Über ihre Kinder sagt sie: "Egal, welche Hautfarbe; egal, welche Sprache; egal, welches Geschlecht - alle meine Kinder sind die Kinder meines Herzens!"