Die Kinder in Brasilien brauchen Ihre Hilfe!
In dem größten und bevölkerungsreichsten Land Südamerikas gibt es extreme soziale und wirtschaftliche Unterschiede. Die Schere zwischen Arm und Reich ist weit geöffnet. Einer kleinen und sehr wohlhabenden Oberschicht steht eine große Masse Besitzloser gegenüber. Augrund der hohen Schuldenlast des Landes hat der Staat zuletzt immer weniger für Soziales ausgegeben. Darunter leiden vor allem auch die Kinder, die fast ein Drittel der Bevölkerung ausmachen: In Brasilien leben rund 62 Millionen Kinder und Jugendliche, die jünger als 18 Jahre sind.
- Vor allem in den Städten Brasiliens leben unzählige Kinder auf der Straße. Wie viele es sind, lässt sich nur schätzen. Doch die Zahl dürfte in die Millionen gehen. Sie besuchen keine Schule, nehmen oftmals Drogen und müssen stehlen und sich prostituieren, um zu überleben. Alleine haben sie kaum Chancen, diesen Teufelskreis zu durchbrechen.
- Mehr als 600.000 Brasilianer sind HIV-infiziert. Auch wenn die Ausbreitung von Aids durch Aufklärungskampagnen insgesamt eingedämmt werden konnte, steigt doch die Verbreitung des HI-Virus unter jungen Frauen.
- Die Reform des Bildungswesens ist für Brasilien eine der größten Herausforderungen. Die Zahl der über 15-Jährigen, die nicht lesen und schreiben können, wird auf etwa 20 Millionen geschätzt. Immerhin konnte in den vergangenen Jahren die Einschulungsrate der 7- bis 14-Jährigen auf mehr als 96 Prozent erhöht werden. Dennoch sind im Erziehungswesen weiterhin mangelnde finanzielle Ausstattung, Lehrerknappheit und unzureichende Qualifikation vieler Lehrer zu beklagen.
- Rund zwölf Millionen brasilianische Kinder leben in den Trockengebieten des Landes. Dort ist die Wasserversorgung der armen Landbevölkerung oftmals nicht gesichert. Die Kindersterblichkeit ist dort weitaus höher als in anderen Teilen Brasiliens. Der Bildungsstandard liegt unter dem Landesdurchschnitt.
- Jedes Jahr werden in Brasilien rund eine halbe Million Kinder geboren, ohne dass sie ins Melderegister eingetragen werden. Dies beschneidet jedes einzelne dieser Kinder in seinen Grundrechten. Staatliche Fürsorge- und Unterstützungsleistungen bleiben ihnen vorenthalten.
- Verbrechen und Gewalt sind alltäglich und eine ernste Bedrohung für die Bevölkerung. So ist die Mordrate eine der höchsten weltweit.
 Ein Zuhause im Kinderdorf: brasilianische SOS-Kinder |
Unterstützen Sie die Arbeit der SOS-Kinderdörfer in Brasilien!
Die Anfänge unserer Arbeit in Brasilien reichen bis in die späten sechziger Jahre zurück. Noch vor 1970 entstanden drei SOS-Kinderdörfer, um Kindern aus den Elendsviertel - den so genannten Favelas - ein neues Zuhause zu geben. Die Wirtschaftskrise, die Brasilien in den achtziger Jahren erlebte, verschärfte die soziale Situation der ohnehin schon armen Bevölkerung noch mehr. In dieser Zeit entstanden weitere SOS-Einrichtungen. Heute leben mehr als 1700 Kinder und Jugendliche in brasilianischen SOS-Kinderdörfern.
Die SOS-Arbeit in den Sozialzentren des Landes kommt derzeit rund 3000 Menschen zugute. Es gibt dort eine Reihe von Programmen und Projekten, die vor allem bedürftige Familien unterstützen. So ist beispielsweise an jedes Sozialzentrum auch eine Kindertagesstätte angeschlossen. Mütter aus der Nachbarschaft wissen hier ihre Kinder gut umsorgt, während sie selbst arbeiten oder sich um Arbeit kümmern. Außerdem sind über die SOS-Sozialzentren eine Reihe von Tagesmütternetzwerken entstanden, in denen sich alleinerziehende Mütter oder berufstätige Eltern organisieren. Ergänzend haben wir in Brasilien noch so genannte Kriseninterventionszentren ins Leben gerufen. Hier können wir im Notfall gefährdete Kinder kurz- und mittelfristig aufnehmen, bis sich eine andere Lösung bietet.
Gerade weil es den staatlichen Schulen oft an Lehrern und vor allem an gut ausgebildeten Lehrern mangelt, kommt den SOS-Schulen in Brasilien eine so hohe Bedeutung zu. Knapp 1400 Schüler aus den Kinderdörfern und deren Umgebung lernen hier Lesen, Schreiben und Rechnen. Dies ermöglicht ihnen einen besseren Start in ihr späteres Leben.
Heute gibt es in Brasilien folgende SOS-Einrichtungen: 15 Kinderdörfer, 15 Jugendeinrichtungen, sechs Hermann-Gmeiner- Grundschulen, ein Berufsbildungszentrum und elf Sozialzentren, die alle über eine Tagesbetreuung für Kinder aus der Nachbarschaft verfügen.
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Die Kinder in Brasilien brauchen Ihre Hilfe! Als SOS-Pate helfen Sie langfristig und gezielt und begleiten Kinder in Not auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit. Bitte werden Sie SOS-Pate! |
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