Im Großraum Santo Domingo lebt heute ungefähr ein Drittel der gesamten Einwohner der Dominikanischen Republik. Die Hafenstadt liegt an der Südküste des Landes und ist Wirtschafts-, Verwaltungs- und Universitätszentrum. Über den internationalen Flughafen in Santo Domingo kommen von Jahr zu Jahr mehr Touristen auf die Insel. Das SOS-Kinderdorf Los Mina befindet sich in einem dicht besiedelten Stadtteil von Santo Domingo in der Nähe eines riesigen Elendsviertels. Es wurde im April 1985 in Anwesenheit von Hermann Gmeiner, dem Gründer von SOS-Kinderdorf, feierlich eröffnet.
Das SOS-Kinderdorf besteht aus 17 Familienhäusern, einem großen Gemeindehaus mit einer Dorfleiterwohnung, einem Haus für SOS-Tanten (Familienhelferinnen) und einem Verwaltungsbereich.
Außerdem gibt es drei weitere Einrichtungen: eine SOS-Hermann-Gmeiner-Schule, einen SOS-Kindergarten und ein SOS-medizinisches Zentrum. Jugendliche aus beiden SOS-Kinderdörfern in Santo Domingo ziehen in eine der vier Jugendwohngemeinschaften (zwei für Jungen und zwei für Mädchen) im Stadtkern. Dort bereiten sie sich unter Aufsicht pädagogisch geschulten Personals nach und nach auf die spätere Selbständigkeit vor. Die SOS-Hermann-Gmeiner-Schule ist eine ganztägige Primarschule mit 18 Klassenräumen für 420 Schüler. Zusätzlich zu den vom Lehrplan her vorgesehenen Schulfächern werden auch Musik- und Kunstunterricht, Maschineschreiben etc. angeboten. Die Schule steht, wie auch der SOS-Kindergarten, für Kinder aus der Nachbarschaft offen. Der Kindergarten bietet in drei Gruppen bis zu 70 Betreuungsplätze. Im SOS-medizinischem Zentrum werden pädiatrische, gynäkologische, augen-, haut- und zahnärztliche Behandlung angeboten. Zudem gibt es ein Labor und eine kleine Apotheke. Das SOS-medizinische Zentrum führt auch verschiedene Präventions- und Impfprogramme für Kinder und Erwachsene aus der Umgebung durch.