Die Hafenstadt La Ceiba wurde aus mehreren Gründen als Standort für das vierte honduranische SOS-Kinderdorf gewählt. Die umliegende Region hatte und hat mit schwerwiegenden sozialen Problemen zu kämpfen. Diese wurden durch mehrere Überschwemmungen des landwirtschaftlich genutzten Landes noch verstärkt, worunter vor allem arme Landarbeiterfamilien zu leiden hatten. Dadurch stieg auch die Zahl verlassener Kinder stark an. Das SOS-Kinderdorf La Ceiba wurde auf einem Grundstück von 24 Hektar in der Ortschaft Aldea La Ruidosa, rund 20 km westlich von La Ceiba errichtet. Es ist von Obstplantagen, vor allem Ananasfeldern, umgeben.
Das SOS-Kinderdorf ging 1984 in Betrieb, die offizielle Eröffnung fand dann im April 1985 statt. Es besteht aus 15 Familienhäusern, dem Haus des Dorfleiters, Personalwohnungen, einem Gemeindehaus, Räumlichkeiten für Nachhilfestunden und medizinische Versorgung und einem Verwaltungs- und Servicebereich.
Die Kinder besuchen die Kindergärten und Schulen der Gemeinde, wodurch sie gut in die Gemeinschaft integriert sind. Ab einem gewissen Alter leben Jugendliche in der SOS-Jugendeinrichtung, wo sie sich unter pädagogischer Betreuung langsam auf ihre spätere Unabhängigkeit vorbereiten.