In der Hauptstadt Tegucigalpa entstand 1970 das erste honduranische SOS-Kinderdorf. Nach 25 Jahren entsprach das in der Colonia Kennedy gelegene SOS-Kinderdorf aber nicht mehr den vielfältigen Anforderungen, und so beschloss man, es aufzulassen und in der selben Stadt ein neues SOS-Kinderdorf zu errichten. Es befindet sich im Wohnviertel Colonia Las Hadas in Comayaguela im Südwesten der Stadt, ca. einen Kilometer vom Flughafen Toncontín entfernt. Die Eröffnung fand im Mai 1995 im Beisein von SOS-Kinderdorf-Präsidenten Helmut Kutin statt.
Das SOS-Kinderdorf Tegucigalpa besteht aus 14 Familienhäusern, dem Dorfleiterhaus, dem Verwaltungsbereich, Personalwohnungen, einer Bibliothek, einer Mehrzweckhalle und einem Spielplatz. In der Mitte liegt ein großer Platz, wo Mütter und Kinder in ihrer Freizeit zusammen kommen. Aufgrund des Wassermangels in Tegucigalpa bekam das SOS-Kinderdorf seinen eigenen Brunnen. Die Infrastruktur des SOS-Kinderdorfes ist sehr gut - in unmittelbarer Nähe gibt es Banken, Apotheken, Kliniken und Geschäfte.
Die Kinder besuchen die Grund- und Sekundarschulen ganz in der Nähe. In in den Jahren vor dem Erreichen der Volljährigkeit werden die Jugendlichen in der SOS-Jugendeinrichtung auf ein selbständiges Leben vorbereitet. Diese besteht aus mehreren Mietwohnungen in der Stadt, wo die Jugendlichen in betreuten Wohngemeinschaften zusammenleben.