Aktuelle Infos und Hintergründe über die SOS-Kinderdörfer.
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Der Bau des SOS-Kinderdorfes Tela begann ein Jahr, nachdem der Hurrikan Fifi durch Überschwemmungen furchtbare Schäden im Norden des Landes angerichtet hatte. Diese Naturkatastrophe kostete rund 5000 Menschen das Leben, etwa 60000 wurden obdachlos. In der Region um Tela waren die Schäden besonders groß, viele Kinder hatten ihre Eltern verloren. Bereits 1976 stellte SOS-Kinderdorf erste Notunterkünfte für Kinder und obdachlose Familien zur Verfügung, 1977 konnte das SOS-Kinderdorf Tela seinen Betrieb aufnehmen.
Das SOS-Kinderdorf Tela liegt 4 km vom Zentrum der Hafenstadt Tela entfernt im Barrio Venecia. Es besteht aus zwölf Familienhäusern, dem Dorfleiterhaus, Personalwohnungen und einem Verwaltungsbereich. Bis zu 108 verwaiste und verlassene Kinder finden im SOS-Kinderdorf ein neues Zuhause.
Im Laufe der Jahre erhielt das SOS-Kinderdorf eine Reihe von zusätzlichen Einrichtungen. 1984 ging der SOS-Kindergarten Tela in Betrieb, der einen sehr guten Ruf genießt. 2005 wurde er in ein SOS-Sozialzentrum mit Kindertagesstätte für bis zu 120 Babys und Kleinkinder umgewandelt. Außerdem werden von diesem Zentrum aus Tagesmütterprogramme mit Familien der Umgebung organisiert.
Sobald die Buben und Mädchen "den Kinderschuhen" entwachsen sind, übersiedeln sie zur Vorbereitung auf die Selbständigkeit in die SOS-Jugendeinrichtung. Hier werden sie bereits während der höheren Schul- oder Berufsausbildung unter Aufsicht von Jugendpädagogen im Rahmen von Wohngemeinschaften Schritt für Schritt auf ein Leben in Selbstständigkeit vorbereitet.